Soll die Türkei EU Mitglied werden?
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Wie geil ist das denn? So richtig am Strand abzuhängen und sich bei einem Drink zu unterhalten. Trotz ausgelassener Stimmung bitte auch andere Meinungen respektieren.
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Gast
Hi!
ja, das dachte ich am anfang auch. Aber anscheinend haben sie ihre meinung dann noch geändert. Aber vielleicht irre ich mich ja. Dachte zumindest, dass ich das mal gelesen hätte... kurz nachdem das gestanden war, was du jetz geschrieben hattest...
aber wer soll denn da schon durchblicken bei dem chaos dass die im moment produzieren???!!!!
da hätte ich überhaupt nichts dagegen ein paar informanten in der Regierung zu haben! 8)
ja, das dachte ich am anfang auch. Aber anscheinend haben sie ihre meinung dann noch geändert. Aber vielleicht irre ich mich ja. Dachte zumindest, dass ich das mal gelesen hätte... kurz nachdem das gestanden war, was du jetz geschrieben hattest...
aber wer soll denn da schon durchblicken bei dem chaos dass die im moment produzieren???!!!!
da hätte ich überhaupt nichts dagegen ein paar informanten in der Regierung zu haben! 8)
- Cerkes
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Hallo zusammen,
Die Edit funktion habe ich gestern freigeschaltet.
Die Umfrage ist vom Dezember letzten Jahres! Also keinesfalls mehr so aktuell wie der Titel es erscheinen lässt.
Es wurde damals heiss diskutiert und ich wollte hier lediglich die gedanken der User dazu hören. Mehr nicht!
Die Umfrage habe ich nun beendet.
Zur info:
Dieses Forum ist ein Privates Forum von Tuerkei-Home.de. Es steht in der Anmeldung ganz oben.
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Liebe Grüße
Cerkes
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Cerkes
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Hi,
ich wollte meine Gedanken zu einem möglichen EU-Beitritt der Türkei äussern.
Achtung jetzt wird es politisch und sachlich, bitte nicht gleich hauen :lol:
Was würde der Republikgründer Atatürk sagen, wenn er noch leben würde?
Eine hypothetische Frage die ich ich mal vorsichtig beantworten will.
Atatürk würde höchstwahrscheinlich "Nein" sagen, den die Bedingungen die der Türkei aufgebürdet worden sind, seitens der EU, empfinden viele Bürger der Türkei als nationale Erniedrigung. Die Beitrittsverhandlungen sind für den 3. Oktober anberaunt.
Ich denke es wird zu keinen Verhandlungen kommen und die Beitrittsgespräche sind dann vorerst aus Eis. Schon alleine die Zypernproblematik reicht schon aus um die Verhandlungen scheitern zu lassen.
Und vor allem, ist die Türkei überhaupt bereit für einen Beiritt? Wem bringt der Beitritt was? Vielleicht den USA, die auf einen Beitritt drängen, weil die Türkei einen geostrategischen Wert für sie hat.
Ich denke rein persönlich, dass die Türkei auch ihren Weg finden würde ohne EU.
Gruss Cengiz
ich wollte meine Gedanken zu einem möglichen EU-Beitritt der Türkei äussern.
Achtung jetzt wird es politisch und sachlich, bitte nicht gleich hauen :lol:
Was würde der Republikgründer Atatürk sagen, wenn er noch leben würde?
Eine hypothetische Frage die ich ich mal vorsichtig beantworten will.
Atatürk würde höchstwahrscheinlich "Nein" sagen, den die Bedingungen die der Türkei aufgebürdet worden sind, seitens der EU, empfinden viele Bürger der Türkei als nationale Erniedrigung. Die Beitrittsverhandlungen sind für den 3. Oktober anberaunt.
Ich denke es wird zu keinen Verhandlungen kommen und die Beitrittsgespräche sind dann vorerst aus Eis. Schon alleine die Zypernproblematik reicht schon aus um die Verhandlungen scheitern zu lassen.
Und vor allem, ist die Türkei überhaupt bereit für einen Beiritt? Wem bringt der Beitritt was? Vielleicht den USA, die auf einen Beitritt drängen, weil die Türkei einen geostrategischen Wert für sie hat.
Ich denke rein persönlich, dass die Türkei auch ihren Weg finden würde ohne EU.
Gruss Cengiz
- Cerkes
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Hi Cengiz,
Nicht nur du denkst so. Sehr viele wenn nicht sogar die Mehrheit der Türkischen Bevölkerung denkt so.
Allerdings die, die nicht der Meinung dort sind, erhoffen sich natürlich schon gewissen Vorteile.
Nicht nur du denkst so. Sehr viele wenn nicht sogar die Mehrheit der Türkischen Bevölkerung denkt so.
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Liebe Grüße
Cerkes
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Cerkes
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Haile
Hallo Cengiz Han!
Schön, mal wieder was politisches zu lesen:-)
"Was wäre wenn" ist nicht immer uninteressant, aber hat die Türkei - wenn ich diese kritische Frage hier mal stellen darf - nicht tendenziell eher zu viel als zu wenig Nationalstolz? Ich versuche es mal an deiner eigenen Aussage zu verdeutlichen:
).
Du stellst die Frage:
)
Ich denke, es gibt für den EU-Beitritt eine Alternative für die Türkei, und die liegt im Osten. Es wäre für die Türkei der steinigere Weg, aber langfristig evtl. der nachhaltigere.
Jetzt meine Spekulation, sozusagen weg aus der Vergangenheit (Atatürk) hin in die Zukunft: Denkbar wäre ein rascher Beitritt, die EU finanziell aussaugen, sich selbst sanieren und dann austreten, Europa beim Überaltern und Verarmen zusehen, während man sich an die Spitze des asiatischen Aufschwungs setzt.... Aufrichtigkeit der EU gegenüber der Türkei wird dieses Szenario verhindern.
Haile
PS: Und ich denke, Erdogan will in den Geschichtsbüchern ein sehr großes Kapitel einnehmen
Schön, mal wieder was politisches zu lesen:-)
Natürlich ist es völlig legitim, diesen Gedanken zu verfolgen. Ich denke, Probleme von heute sollten aus heutiger Perspektive entschieden werden. Atatürk ist kein Politiker der heutigen und kein Politiker der letzten und kein Politiker der vorletzten ........ Generation. Die Zeiten haben sich geändert, in der Türkei punktuell vielleicht stärker als in allen anderen Ländern der Erde. Punktuell aber auch sehr wenig, zumindest in der Zeit nach Atatürk. Genau das macht die Sache schwierig und genau das ist auch die riesengroße Herausforderung (=Chance?).Was würde der Republikgründer Atatürk sagen, wenn er noch leben würde?
Eine hypothetische Frage die ich ich mal vorsichtig beantworten will.
Atatürk würde höchstwahrscheinlich "Nein" sagen, ...
"Was wäre wenn" ist nicht immer uninteressant, aber hat die Türkei - wenn ich diese kritische Frage hier mal stellen darf - nicht tendenziell eher zu viel als zu wenig Nationalstolz? Ich versuche es mal an deiner eigenen Aussage zu verdeutlichen:
Wäre eine nüchterne Betrachtungweise nicht sowohl der Türkei, als auch der EU wesentlich dienlicher, als die EU-Frage derart zu emotionalisieren? Nationalstolz löst keine Konflikte (hat aber schon manchen Konflikt geschürt), stillt keinen Hunger und schafft keinen Frieden. Nationalstolz betrachte ich zwar nicht als etwas grundsätzlich schlechtes, doch nicht selten scheint mir der Stolz auf die eigene Nation als das letzte, was bleibt, wenn jede andere Form von Stolz abhanden gekommen ist. Ich denke an einen Jugendlichen aus dem ehemaligen Ostblock, der mir versicherte, sein Land sei "das schönste Land der Welt". Er hat außer seiner Heimat noch kein anderes Land gesehen und war der Überzeugung, in Deutschland stünden nur Wolkenkratzer. Ihm seinen Nationalstolz zu nehmen bedeutete, ihm alles zu nehmen, was er hat. Die Türkei braucht keinen starken Nationalstolz (weil sie ihn nicht nötig hat 8) ), sie braucht eher eine Portion nüchterne Reflexion (sagt der Besserwessi...die Bedingungen die der Türkei aufgebürdet worden sind, seitens der EU, empfinden viele Bürger der Türkei als nationale Erniedrigung.
Du stellst die Frage:
. Es gibt keine Frage, die mit größerer Übereinstimmung mit "Nein" beantwortet wird, als diese. Deshalb werden Gespräche auf 8 bis 15 Jahre angesetzt. Aber Reif für Gespräche ist die Türkei allemal, da sie alle von der EU gesetzten Kriterien hierfür erfüllt. Selbst Zypern hat Zustimmung zum Beitritt (!) signalisiert, obwohl sich auch die Türkei in dieser Frage noch etwas bewegen muss. Nur das politisch teilweise recht hinterwäldlerische Österreich, das 2% der EU-Bevölkerung repräsentiert, meint, den Lauf der Geschichte noch ändern zu können. Das wird ihnen glücklicherweise nicht gelingen;-)ist die Türkei überhaupt bereit für einen Beitritt?
Ich meine, sowohl die EU als auch die Türkei besitzen ausreichend Selbstbewusstsein, um einen Beitritt nicht vom Vorteil für die USA abhängig zu machen. In jedem Falle nützt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen der Türkei, da Geld in die strukturschwachen Gebiete fließen wird. Ohne Überwindung von bitterer Armut (die gibt es in der Türkei!), Kinderarbeit, Bürgerkriegsgefahr (-> nationale Minderheiten) und Defiziten im Infrastruktur- Rechts- und Bildungswesen wird ein Beitritt nicht möglich sein. Und die EU hat berechtigtes Interesse an einem Beitritt, daher wird sie finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Die Argumente sind hinlänglich bekannt, etwa geopolitische Lage, Demografische Entwicklung, Erschließung von Absatzmärkten, "Brückenfunktion" zur islamischen Welt (-> Terrorismus), etc. Die "Gegenargumente" spare ich mir, sie sind ebenfalls hinlänglich bekannt (und werden durch Wiederholung nicht unbedingt richtigerWem bringt der Beitritt was?
Ich denke, es gibt für den EU-Beitritt eine Alternative für die Türkei, und die liegt im Osten. Es wäre für die Türkei der steinigere Weg, aber langfristig evtl. der nachhaltigere.
Jetzt meine Spekulation, sozusagen weg aus der Vergangenheit (Atatürk) hin in die Zukunft: Denkbar wäre ein rascher Beitritt, die EU finanziell aussaugen, sich selbst sanieren und dann austreten, Europa beim Überaltern und Verarmen zusehen, während man sich an die Spitze des asiatischen Aufschwungs setzt.... Aufrichtigkeit der EU gegenüber der Türkei wird dieses Szenario verhindern.
Haile
PS: Und ich denke, Erdogan will in den Geschichtsbüchern ein sehr großes Kapitel einnehmen
- Hakan
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@HAile
würdest du meine Frage als ein Europaer Antworten;
Wollen überhaubt die Europaer deiner Meinung nach die Türkei in EU , in gleichen Augen maßstab sehen? Glauben die Europaer dass die Türkei "irgendwann reif für Europa" wird.
weil ich ein großes zweifeln habe, dass die das NICHT Wollen. Weil aber die das nicht deutlich sagen können, finden jeden tag eine NEUE Hürde.
wie zum beispiel der gestriege Vorschlag von Österreicherische Regierung.
Wenn aber in Prinzip jede in der Meinug ist, dass die Türkei, wenn die Vorasusetzungen, die für jede Mitglied gilt, und nicht speziall "NUR" für die Türkei, ausfüllt , ein EU mitglied sein kann, dann habe ich kein problem damit.
Hakan
PS:Oooo Österreich liegt plötzlich wieder ganz oben in Beliebheitsskala der Türken...
würdest du meine Frage als ein Europaer Antworten;
Wollen überhaubt die Europaer deiner Meinung nach die Türkei in EU , in gleichen Augen maßstab sehen? Glauben die Europaer dass die Türkei "irgendwann reif für Europa" wird.
weil ich ein großes zweifeln habe, dass die das NICHT Wollen. Weil aber die das nicht deutlich sagen können, finden jeden tag eine NEUE Hürde.
wie zum beispiel der gestriege Vorschlag von Österreicherische Regierung.
Wenn aber in Prinzip jede in der Meinug ist, dass die Türkei, wenn die Vorasusetzungen, die für jede Mitglied gilt, und nicht speziall "NUR" für die Türkei, ausfüllt , ein EU mitglied sein kann, dann habe ich kein problem damit.
Hakan
PS:Oooo Österreich liegt plötzlich wieder ganz oben in Beliebheitsskala der Türken...
-
Haile
Hi Hakan!
).
Daher denke ich, daß eine Türkei von der EU-Bevölkerung noch lange nicht als Verhandlungspartner, der auf gleicher Augenhöhe verhandelt, angesehen werden wird.
Mit einem Beitritt Albaniens (auch überwiegend Moslems, auch ein armes Land, auch eine "fremde" Kultur, angeblich fehlende "westliche Werte") würden sich die Europäer leichter tun, auch bei ausbleibendem Wirtschaftswachstum. Denn das Land ist klein. Aber die Türkei würde bei einem Beitritt die EU-Bevölkerung in gleicher Größenordnung repräsentieren wie Deutschland (ca. 80 von 480 Mio Menschen, entspricht 17%, jetzige EU+Türkei ohne übrige Beitrittskandidaten) und hätte somit ein erhebliches Gewicht innerhalb der EU! Davon haben viele Europäer Angst. Gleichzeitig wollen viele Europäer nicht sehen, dass Protektionismus, Ausgrenzung und Besitzstandswahrung in der heutigen Form Europa mehr schadet als nützt und man völlig neue Wege wird gehen müssen, um die eigene Zukunft zu sichern. Die Integration der Türkei kann hier eine Schlüsselrolle spielen.
Gruß,
Haile
Es würde mir schwer fallen, Fragen als Nicht-Europäer zu beantworten 8) . Dennoch bemühe ich mich immer, die Dinge aus der Nicht-Europäischen Perspektive nachzuvollziehen (sonst hätte ich ein Problem mit meiner Frauwürdest du meine Frage als ein Europaer Antworten
Sagen wir mal so: es gäbe für die Europäer ausreichend Gründe, sich die Türkei in die EU zu wünschen. Leider bringen viele Europäer die Vorteile eines Beitritts mit dem schlechten Image der Türken in Europa nicht zusammen und übertragen Vorurteile und schlechte Erfahrungen mit in Europa lebenden Türken auf das Land Türkei.Wollen überhaubt die Europaer deiner Meinung nach die Türkei in EU , in gleichen Augen maßstab sehen?
Daher denke ich, daß eine Türkei von der EU-Bevölkerung noch lange nicht als Verhandlungspartner, der auf gleicher Augenhöhe verhandelt, angesehen werden wird.
Mit einem Beitritt Albaniens (auch überwiegend Moslems, auch ein armes Land, auch eine "fremde" Kultur, angeblich fehlende "westliche Werte") würden sich die Europäer leichter tun, auch bei ausbleibendem Wirtschaftswachstum. Denn das Land ist klein. Aber die Türkei würde bei einem Beitritt die EU-Bevölkerung in gleicher Größenordnung repräsentieren wie Deutschland (ca. 80 von 480 Mio Menschen, entspricht 17%, jetzige EU+Türkei ohne übrige Beitrittskandidaten) und hätte somit ein erhebliches Gewicht innerhalb der EU! Davon haben viele Europäer Angst. Gleichzeitig wollen viele Europäer nicht sehen, dass Protektionismus, Ausgrenzung und Besitzstandswahrung in der heutigen Form Europa mehr schadet als nützt und man völlig neue Wege wird gehen müssen, um die eigene Zukunft zu sichern. Die Integration der Türkei kann hier eine Schlüsselrolle spielen.
Einige ja, andere nicht. Problem hierbei ist, daß "Europa" für viele ein absolut feststehender Begriff ist. Das ist eine grobe Fehlannahme! Eine EU mit der Türkei muss eine andere EU sein, als eine EU ohne die Türkei. Wer davon ausgeht, die Türkei verkauft für EU-Fördergelder ihre Identität, der geht eben nicht von gleicher Augenhöhe aus oder akzeptiert nicht die Vorteile des Beitritts als solche. Das wird wohl der schwierigste Lernprozess für die alten EU-Bürger sein.Glauben die Europaer dass die Türkei "irgendwann reif für Europa" wird.
Genau das müssen die EU-Bürger begreifen. Diese Ansicht teilen wohl die meisten türkischen EU-Befürworter.Wenn aber in Prinzip jede in der Meinug ist, dass die Türkei, wenn die Vorasusetzungen, die für jede Mitglied gilt, und nicht speziall "NUR" für die Türkei, ausfüllt , ein EU mitglied sein kann, dann habe ich kein problem damit.
Ich bin hier nur Gastarbeiter;-)PS:Oooo Österreich liegt plötzlich wieder ganz oben in Beliebheitsskala der Türken...
Gruß,
Haile
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Die EU-Aufnahmeprüfung:
Wann begann der Erste Weltkrieg, ist die Preisfrage, die die EU Bulgarien stellt.
Wen wundert es, Bulgarien besteht die Aufnahmeprüfung.
Wann endete der Erste Weltkrieg, soll
Beitrittskandidat Rumänien beantworten.
Damit ist Rumänien drin.
Jetzt kommt die Türkei an die Reihe.
Wie viele Menschen starben im Ersten Weltkrieg und wie hießen sie.
********
Viele Grüße,
Cordula
Wann begann der Erste Weltkrieg, ist die Preisfrage, die die EU Bulgarien stellt.
Wen wundert es, Bulgarien besteht die Aufnahmeprüfung.
Wann endete der Erste Weltkrieg, soll
Beitrittskandidat Rumänien beantworten.
Damit ist Rumänien drin.
Jetzt kommt die Türkei an die Reihe.
Wie viele Menschen starben im Ersten Weltkrieg und wie hießen sie.
********
Viele Grüße,
Cordula
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Der Zypern-Stachel
Am 3. Oktober beginnen die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Sie könnten zum Erfolg führen. Wäre da nicht noch ein ganz anderes Problem
Von Michael Thumann
Die türkischen Massaker an den Armeniern 1915 einen Völkermord zu nennen galt in der Türkei als nationaler Verrat. Bis zum vergangenen Sonntag. Da sprachen Historiker auf einer Konferenz in Istanbul das V-Wort aus – ohne dass dies zu Aufständen führte. Es war eine öffentliche Diskussion, von nationalistischen Richtern behindert, von liberalen Medien bejubelt, vom Premierminister unterstützt. Man stritt sich, man hörte zu, man redete frei, obwohl die Racherichter genau das verhindern wollten. Dieser Coup gelang acht Tage vor Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der EU. Nicht ganz zufällig.
Die Europäische Union hat sich ihrer selbstquälerischen Ermattung derart hingegeben, dass sie ihre Kraftentfaltung nach außen kaum mehr wahrnimmt. Sie bejammert die Unfähigkeit zur Reform und Rechtsetzung im Innern – und übersieht ihre systemsprengende Wirkung in der Nachbarschaft. Hier das Beispiel, das nächste Woche Geschichte machen wird: Die Türkei hat es geschafft, sich so weit zu verändern, dass am 3. Oktober die Beitrittsgespräche mit der EU beginnen.
Diese Verhandlungen sind mit vielen Auflagen, Ausnahme- und Ausstiegsklauseln gespickt. Sie sollten deshalb Politiker und Völker der alten EU-Länder, die am permanenten Erweiterungsspiel ohne Grenzen leiden, durchaus beruhigen. Sie geben gar eine Blaupause ab, wie man Verhandlungen auch mit anderen Beitrittskandidaten führen könnte. Und dennoch sind sie von Beginn an gefährdet durch einen uralten Zwist, mit dem die EU eigentlich gar nichts zu tun hat und den sie sich dennoch immer mehr zu Eigen macht. Doch davon später. Worin liegt der Vorbildcharakter der Verhandlungen mit der Türkei?
Die EU verhandelt langfristig und ohne Termindruck. Der Fehler der Erweiterungswelle von 2004 wird nicht wiederholt. Da wurde zum Beispiel Polen unter dem Druck, ein versprochenes Datum auf Biegen und Brechen einzuhalten, zu früh in die EU aufgenommen. Einige EU-Länder fühlten sich hernach überfordert, der verzagten französischen Nation graute es auf einmal vor 150 polnischen Klempnern im Lande. Und Polen selbst hat seinen Blitzbeitritt recht schlecht verdaut, wie der Sieg der nationalpolonischen Rechten bei den Wahlen am vergangenen Sonntag zeigt.
Anders im Falle der Türkei. Der Verhandlungsfahrplan führt das Land in einem langen Zeitraum von mindestens zehn, wahrscheinlich eher fünfzehn Jahren an die EU heran. Die EU beginnt jedes neue Kapitel erst, wenn das alte abgeschlossen ist und alle EU-Mitglieder dem zustimmen. Daten und Fristen für den Beitritt werden bewusst nicht genannt. Fest steht allein, dass nichts passiert vor 2014, wenn sich die EU eine neue, erweiterungsfeste Finanzverfassung verordnen will. Mit anderen Worten: Die Töpfe, aus denen sich die Türkei nach einem Beitritt bedienen könnte (etwa Agrar- und Strukturfonds), werden ausgekratzt oder – je nach Ausgang der Verhandlungen – exklusiv für die Erhaltung einiger Savoyer Ziegenkäsesorten reserviert. Alteuropa weiß schließlich, was ihm am besten schmeckt
Der Vorteil dieses Fahrplans: Über eine oder zwei Generationen hinweg können sich Europäer und Türken an den Gedanken des Aneinanderrückens gewöhnen, sie werden in immer neuen Gremien zusammensitzen, von immer neuen Gipfeln winken, bis die Beitrittsidee so vertraut wirkt wie der anatolische Gemüsehändler um die Ecke in deutschen Städten.
Das allerdings geht nur, wenn die Europäer nicht ständig an der Geschäftsgrundlage herummäkeln. Es geht um den Beitritt. Die »privilegierte Partnerschaft« aus dem Hause CDU/CSU war eine feuchte Wahlkampfplatzpatrone, die für den 35-Prozent-Erfolg vom 18. September geeignet sein mochte, für seriöse Diplomatie jedoch nicht. Wer heiraten will, kann nur über einen Ehevertrag verhandeln, aber nicht über die Kautelen einer wilden Ehe. Das werden deutsche Konservative, sollten sie bald regieren, sicherlich verstehen.
Im Übrigen sind Absicherungen gegen radikalnationalistische Seitensprünge der Türkei längst im Fahrplan enthalten. Entwickelt sich die Türkei nicht zur Freude Brüssels, werden die Verhandlungen ausgesetzt – wenn es nicht anders geht, auch dauerhaft. Außerdem erlaubt der Verhandlungsrahmen, die Integration einzuschränken. Das sähe dann etwa so aus: Binnenmarkt ja, Freizügigkeit der Bevölkerung erst einmal nicht. Für die EU sind solche Regelungen erfreulicher als für die Türken. Von der schon bestehenden Zollunion profitieren EU-Unternehmen mehr als die türkischen Holdings.
Dieser Fahrplan kann also aus EU-Sicht das Muster für andere Erweiterungsverhandlungen sein. Zum Beispiel mit der Ukraine. Nach der orangen Revolution 2004 wollten CDU-Politiker das den Russen entglittene Land am liebsten gleich aufnehmen. Der Zerfall der Revolutionsregierung in Kiew jedoch lässt ahnen, dass die Ukraine für die EU-Reife wahrscheinlich länger als die Türkei brauchen wird. Ähnliches gilt für Albanien & Co. Wenn man mit diesen Ländern ins Gespräch käme, dann wohl nicht nach dem polnischen, sondern nach dem türkischen Vorbild. Insofern kann die EU die Verhandlungen mit Ankara vom 3. Oktober an recht gelassen sehen. Die Türkei täte dies wohl auch, würde die EU ihr nicht den Kniefall vor einem Land abverlangen, mit dem Ankara in Fehde liegt: vor dem griechischen Zypern. Dieser Zwist vergiftet die Beitrittsanbahnung von Anfang an.
Gewollt hat das Tassos Papadopoulos. Der Ex-Guerillero und zyprische Präsident hat im April 2004 sein Volk gegen einen jahrelang vorbereiteten UN-Friedensplan aufgehetzt, mit dem die geteilte griechisch-türkische Insel wiedervereinigt worden wäre. Die Türken stimmten zu. Papadopoulos hatte eine bessere Idee. Ablehnung des UN-Plans, trotzdem Eintritt Zyperns in die EU, dann Durchsetzung der griechischen Maximalforderungen, während man gegen die Türkei mit dem Veto wedelt. So fordert Papadopoulos von der Türkei nun die bedingungslose Anerkennung seines Staates, während das international geächtete türkische Nordzypern weiter dem Wirtschaftsembargo unterworfen bleiben soll, auf dass es den Griechen irgendwann in den Schoß falle. Der auf Ausgleich zielende UN-Plan wäre dann tot.
Klingt nach dem irrwitzigen Plan eines rechtspopulistischen Präsidenten in einem isolierten Zwergstaat. Ist aber leider in Teilen schon die Haltung der EU, der Zypern seit 2004 angehört. Die türkische Anerkennung Zyperns, die eigentlich zum komplizierten Geben und Nehmen des UN-Friedensplans gehört, macht die EU zur Auflage im Beitrittsprozess. Sie hat den Konflikt kommen sehen, aber keine Antwort gefunden. Ob aus Unbedarftheit oder Sabotageabsicht ist unklar. Zypern wird mehr fordern. Die EU nimmt damit den UN die 40 Jahre alte Rolle des Vermittlers ab, während sie mit den Türken in Beitrittsverhandlungen steht. Ein diplomatisches Ding der Unmöglichkeit.
Deshalb sieht es danach aus, als würde über den Beitritt der Türkei langfristig weder die türkische Reife noch die europäische Aufnahmekapazität entscheiden, sondern allein zyprische Verdauungsstörungen.* Für die Beitrittsverhandlungen, für Europas historische Diskussion über seine Grenzen, für die Europäisierung der Türkei wäre das ein ziemlich banales Ende.
quelle: http://www.zeit.de/2005/40/T_9frkei-Modell
PS: und jetzt kommt Österreich dazu :shock:
Am 3. Oktober beginnen die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Sie könnten zum Erfolg führen. Wäre da nicht noch ein ganz anderes Problem
Von Michael Thumann
Die türkischen Massaker an den Armeniern 1915 einen Völkermord zu nennen galt in der Türkei als nationaler Verrat. Bis zum vergangenen Sonntag. Da sprachen Historiker auf einer Konferenz in Istanbul das V-Wort aus – ohne dass dies zu Aufständen führte. Es war eine öffentliche Diskussion, von nationalistischen Richtern behindert, von liberalen Medien bejubelt, vom Premierminister unterstützt. Man stritt sich, man hörte zu, man redete frei, obwohl die Racherichter genau das verhindern wollten. Dieser Coup gelang acht Tage vor Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der EU. Nicht ganz zufällig.
Die Europäische Union hat sich ihrer selbstquälerischen Ermattung derart hingegeben, dass sie ihre Kraftentfaltung nach außen kaum mehr wahrnimmt. Sie bejammert die Unfähigkeit zur Reform und Rechtsetzung im Innern – und übersieht ihre systemsprengende Wirkung in der Nachbarschaft. Hier das Beispiel, das nächste Woche Geschichte machen wird: Die Türkei hat es geschafft, sich so weit zu verändern, dass am 3. Oktober die Beitrittsgespräche mit der EU beginnen.
Diese Verhandlungen sind mit vielen Auflagen, Ausnahme- und Ausstiegsklauseln gespickt. Sie sollten deshalb Politiker und Völker der alten EU-Länder, die am permanenten Erweiterungsspiel ohne Grenzen leiden, durchaus beruhigen. Sie geben gar eine Blaupause ab, wie man Verhandlungen auch mit anderen Beitrittskandidaten führen könnte. Und dennoch sind sie von Beginn an gefährdet durch einen uralten Zwist, mit dem die EU eigentlich gar nichts zu tun hat und den sie sich dennoch immer mehr zu Eigen macht. Doch davon später. Worin liegt der Vorbildcharakter der Verhandlungen mit der Türkei?
Die EU verhandelt langfristig und ohne Termindruck. Der Fehler der Erweiterungswelle von 2004 wird nicht wiederholt. Da wurde zum Beispiel Polen unter dem Druck, ein versprochenes Datum auf Biegen und Brechen einzuhalten, zu früh in die EU aufgenommen. Einige EU-Länder fühlten sich hernach überfordert, der verzagten französischen Nation graute es auf einmal vor 150 polnischen Klempnern im Lande. Und Polen selbst hat seinen Blitzbeitritt recht schlecht verdaut, wie der Sieg der nationalpolonischen Rechten bei den Wahlen am vergangenen Sonntag zeigt.
Anders im Falle der Türkei. Der Verhandlungsfahrplan führt das Land in einem langen Zeitraum von mindestens zehn, wahrscheinlich eher fünfzehn Jahren an die EU heran. Die EU beginnt jedes neue Kapitel erst, wenn das alte abgeschlossen ist und alle EU-Mitglieder dem zustimmen. Daten und Fristen für den Beitritt werden bewusst nicht genannt. Fest steht allein, dass nichts passiert vor 2014, wenn sich die EU eine neue, erweiterungsfeste Finanzverfassung verordnen will. Mit anderen Worten: Die Töpfe, aus denen sich die Türkei nach einem Beitritt bedienen könnte (etwa Agrar- und Strukturfonds), werden ausgekratzt oder – je nach Ausgang der Verhandlungen – exklusiv für die Erhaltung einiger Savoyer Ziegenkäsesorten reserviert. Alteuropa weiß schließlich, was ihm am besten schmeckt
Der Vorteil dieses Fahrplans: Über eine oder zwei Generationen hinweg können sich Europäer und Türken an den Gedanken des Aneinanderrückens gewöhnen, sie werden in immer neuen Gremien zusammensitzen, von immer neuen Gipfeln winken, bis die Beitrittsidee so vertraut wirkt wie der anatolische Gemüsehändler um die Ecke in deutschen Städten.
Das allerdings geht nur, wenn die Europäer nicht ständig an der Geschäftsgrundlage herummäkeln. Es geht um den Beitritt. Die »privilegierte Partnerschaft« aus dem Hause CDU/CSU war eine feuchte Wahlkampfplatzpatrone, die für den 35-Prozent-Erfolg vom 18. September geeignet sein mochte, für seriöse Diplomatie jedoch nicht. Wer heiraten will, kann nur über einen Ehevertrag verhandeln, aber nicht über die Kautelen einer wilden Ehe. Das werden deutsche Konservative, sollten sie bald regieren, sicherlich verstehen.
Im Übrigen sind Absicherungen gegen radikalnationalistische Seitensprünge der Türkei längst im Fahrplan enthalten. Entwickelt sich die Türkei nicht zur Freude Brüssels, werden die Verhandlungen ausgesetzt – wenn es nicht anders geht, auch dauerhaft. Außerdem erlaubt der Verhandlungsrahmen, die Integration einzuschränken. Das sähe dann etwa so aus: Binnenmarkt ja, Freizügigkeit der Bevölkerung erst einmal nicht. Für die EU sind solche Regelungen erfreulicher als für die Türken. Von der schon bestehenden Zollunion profitieren EU-Unternehmen mehr als die türkischen Holdings.
Dieser Fahrplan kann also aus EU-Sicht das Muster für andere Erweiterungsverhandlungen sein. Zum Beispiel mit der Ukraine. Nach der orangen Revolution 2004 wollten CDU-Politiker das den Russen entglittene Land am liebsten gleich aufnehmen. Der Zerfall der Revolutionsregierung in Kiew jedoch lässt ahnen, dass die Ukraine für die EU-Reife wahrscheinlich länger als die Türkei brauchen wird. Ähnliches gilt für Albanien & Co. Wenn man mit diesen Ländern ins Gespräch käme, dann wohl nicht nach dem polnischen, sondern nach dem türkischen Vorbild. Insofern kann die EU die Verhandlungen mit Ankara vom 3. Oktober an recht gelassen sehen. Die Türkei täte dies wohl auch, würde die EU ihr nicht den Kniefall vor einem Land abverlangen, mit dem Ankara in Fehde liegt: vor dem griechischen Zypern. Dieser Zwist vergiftet die Beitrittsanbahnung von Anfang an.
Gewollt hat das Tassos Papadopoulos. Der Ex-Guerillero und zyprische Präsident hat im April 2004 sein Volk gegen einen jahrelang vorbereiteten UN-Friedensplan aufgehetzt, mit dem die geteilte griechisch-türkische Insel wiedervereinigt worden wäre. Die Türken stimmten zu. Papadopoulos hatte eine bessere Idee. Ablehnung des UN-Plans, trotzdem Eintritt Zyperns in die EU, dann Durchsetzung der griechischen Maximalforderungen, während man gegen die Türkei mit dem Veto wedelt. So fordert Papadopoulos von der Türkei nun die bedingungslose Anerkennung seines Staates, während das international geächtete türkische Nordzypern weiter dem Wirtschaftsembargo unterworfen bleiben soll, auf dass es den Griechen irgendwann in den Schoß falle. Der auf Ausgleich zielende UN-Plan wäre dann tot.
Klingt nach dem irrwitzigen Plan eines rechtspopulistischen Präsidenten in einem isolierten Zwergstaat. Ist aber leider in Teilen schon die Haltung der EU, der Zypern seit 2004 angehört. Die türkische Anerkennung Zyperns, die eigentlich zum komplizierten Geben und Nehmen des UN-Friedensplans gehört, macht die EU zur Auflage im Beitrittsprozess. Sie hat den Konflikt kommen sehen, aber keine Antwort gefunden. Ob aus Unbedarftheit oder Sabotageabsicht ist unklar. Zypern wird mehr fordern. Die EU nimmt damit den UN die 40 Jahre alte Rolle des Vermittlers ab, während sie mit den Türken in Beitrittsverhandlungen steht. Ein diplomatisches Ding der Unmöglichkeit.
Deshalb sieht es danach aus, als würde über den Beitritt der Türkei langfristig weder die türkische Reife noch die europäische Aufnahmekapazität entscheiden, sondern allein zyprische Verdauungsstörungen.* Für die Beitrittsverhandlungen, für Europas historische Diskussion über seine Grenzen, für die Europäisierung der Türkei wäre das ein ziemlich banales Ende.
quelle: http://www.zeit.de/2005/40/T_9frkei-Modell
PS: und jetzt kommt Österreich dazu :shock:
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hi,
ich habe heute ein Interview über die EU-Frage gelesen.
Das Interview wurde mit Ishak Alaton, einem bekannten Industriellen aus Istanbul geführt. Er meinte, gegen einen EU Beitritt wäre die kemalistische Elite, die ihre Priviligien in Gefahr sieht. Auch der Vorwurf Erdogan wäre ein Wolf im Schafspelz, indem er einen schleichende Islamsierung vorantreibe, wäre nach Alatons Ansicht Humbug.
Hmm, Humbug also,der Mann war mal Bürgermeister von Istanbul, in verschiedenen Stadtteilen wurde versucht den Alkohohlverkauf zu verbieten. Mitten auf dem Platz der Rebuplik wollten sie eine Moschee errichten.
Und oft genug hat Erdogan in der Vergangenheit gesagt, die Demokratie wäre doch nur ein Zugpferd für ihn.
Man darf nicht vergessen, dass es die Armee war die vor 80 Jahren diese Republik aus der Taufe gehoben hat, ein sehr hoher Preis wurde dafür gezahlt. Der letzte Sultan Vahdettin hatte doch die Türkei schon verkauft an die Allierten.
Und hätte es keinen Kemal Atatürk gegeben. Wo würden die Türken leben?
In einem Rumpfstaat in Anatolien, der Süden wäre italienisch, der Osten französich, im Norden würde es eine griechische Pontosrebublik geben, der Westen den Griechen; Istanbul unter internationaler Verwaltung stehen.
Sicherlich gibt es dunkele Aspekte der türkischen Geschichte und sicherlich müssen die auch besprochen werden, keine Frage.
Aber man darf auch nicht undankbar sein, gegenüber Atatürk und seinen Reformen.
Gruss Cengiz
ich habe heute ein Interview über die EU-Frage gelesen.
Das Interview wurde mit Ishak Alaton, einem bekannten Industriellen aus Istanbul geführt. Er meinte, gegen einen EU Beitritt wäre die kemalistische Elite, die ihre Priviligien in Gefahr sieht. Auch der Vorwurf Erdogan wäre ein Wolf im Schafspelz, indem er einen schleichende Islamsierung vorantreibe, wäre nach Alatons Ansicht Humbug.
Hmm, Humbug also,der Mann war mal Bürgermeister von Istanbul, in verschiedenen Stadtteilen wurde versucht den Alkohohlverkauf zu verbieten. Mitten auf dem Platz der Rebuplik wollten sie eine Moschee errichten.
Und oft genug hat Erdogan in der Vergangenheit gesagt, die Demokratie wäre doch nur ein Zugpferd für ihn.
Man darf nicht vergessen, dass es die Armee war die vor 80 Jahren diese Republik aus der Taufe gehoben hat, ein sehr hoher Preis wurde dafür gezahlt. Der letzte Sultan Vahdettin hatte doch die Türkei schon verkauft an die Allierten.
Und hätte es keinen Kemal Atatürk gegeben. Wo würden die Türken leben?
In einem Rumpfstaat in Anatolien, der Süden wäre italienisch, der Osten französich, im Norden würde es eine griechische Pontosrebublik geben, der Westen den Griechen; Istanbul unter internationaler Verwaltung stehen.
Sicherlich gibt es dunkele Aspekte der türkischen Geschichte und sicherlich müssen die auch besprochen werden, keine Frage.
Aber man darf auch nicht undankbar sein, gegenüber Atatürk und seinen Reformen.
Gruss Cengiz
- Hakan
- Türkei-Guru

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Im Streit über Türkei-Beitritt Durchbruch in Sicht
Luxemburg (AFP) - Im Tauziehen um die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der Türkei zeichnet sich offenbar ein Durchbruch ab. Es habe "Fortschritte" gegeben, hieß es aus Kreisen des britischen EU-Vorsitzes. Der urspünglich für 17.00 Uhr geplante Beginn der Verhandlungen könne aber aus technischen Grünen nicht eingehalten werden. Die türkische Delegation wartet weiterhin in Ankara auf ein positives Signal aus Luxemburg, während das Regierungsflugzeug startklar auf dem Flugplatz wartet.
Die in Luxemburg versammelten Außenminister ringen in diesen Minuten weiter um einen Kompromiss bei der Formulierung des so genannten Verhandlungsrahmens. Bislang hatte Österreich eine Einigung verhindert. Nach Angaben von Diplomaten verlangte die Wiener Regierung den Verzicht auf die Formulierung des EU-Gipfels vom Dezember 2004, wonach Ziel der Verhandlungen der Beitritt der Türkei ist. Außerdem forderte Österreich, dass in dem Text auch eine möglichst enge Anbindung der Türkei als Alternative zur Mitgliedschaft genannt wird. Inwieweit Außenministerin Ursula Plassnik nun davon abrückte, ist jedoch unklar.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan lehnte jede Änderung an dem Gipfel-Beschluss kategorisch ab. Die EU brauche die Türkei mindestens ebenso, wie die Türkei die EU brauche, sagte er. Am frühen Nachmittag traf sich Erdogan mit Außenminister Abdullah Gül und anderen Regierungsmitgliedern zu einer Sondersitzung in Ankara. Die Regierung warte nun die Nachrichten aus Luxemburg ab, sagte ein Sprecher.
Die Diskussionen in der Ministerrunde seien "hart und schwierig", räumte der britische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Jack Straw nach einer Sondersitzung am Sonntagabend ein. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) sagte, eine Einigung in letzter Minute sei noch möglich. Dies sei eine "Frage des politischen Willens". Ein Kompromiss müsse weitgehend an dem Gipfel-Beschluss vom Dezember 2004 festhalten. "Das waren die Staats- und Regierungschefs, das kann man nicht einfach ändern."
Mehrere Außenminister warnten vor den Folgen eines Scheiterns. Das wäre "ein schlechter Tag" für die EU, sagte der Niederländer Ben Bot. Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn appellierte an Wien, einzulenken. Sonst drohe der Gemeinschaft "sehr, sehr großer Schaden".
Luxemburg (AFP) - Im Tauziehen um die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der Türkei zeichnet sich offenbar ein Durchbruch ab. Es habe "Fortschritte" gegeben, hieß es aus Kreisen des britischen EU-Vorsitzes. Der urspünglich für 17.00 Uhr geplante Beginn der Verhandlungen könne aber aus technischen Grünen nicht eingehalten werden. Die türkische Delegation wartet weiterhin in Ankara auf ein positives Signal aus Luxemburg, während das Regierungsflugzeug startklar auf dem Flugplatz wartet. Die in Luxemburg versammelten Außenminister ringen in diesen Minuten weiter um einen Kompromiss bei der Formulierung des so genannten Verhandlungsrahmens. Bislang hatte Österreich eine Einigung verhindert. Nach Angaben von Diplomaten verlangte die Wiener Regierung den Verzicht auf die Formulierung des EU-Gipfels vom Dezember 2004, wonach Ziel der Verhandlungen der Beitritt der Türkei ist. Außerdem forderte Österreich, dass in dem Text auch eine möglichst enge Anbindung der Türkei als Alternative zur Mitgliedschaft genannt wird. Inwieweit Außenministerin Ursula Plassnik nun davon abrückte, ist jedoch unklar.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan lehnte jede Änderung an dem Gipfel-Beschluss kategorisch ab. Die EU brauche die Türkei mindestens ebenso, wie die Türkei die EU brauche, sagte er. Am frühen Nachmittag traf sich Erdogan mit Außenminister Abdullah Gül und anderen Regierungsmitgliedern zu einer Sondersitzung in Ankara. Die Regierung warte nun die Nachrichten aus Luxemburg ab, sagte ein Sprecher.
Die Diskussionen in der Ministerrunde seien "hart und schwierig", räumte der britische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Jack Straw nach einer Sondersitzung am Sonntagabend ein. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) sagte, eine Einigung in letzter Minute sei noch möglich. Dies sei eine "Frage des politischen Willens". Ein Kompromiss müsse weitgehend an dem Gipfel-Beschluss vom Dezember 2004 festhalten. "Das waren die Staats- und Regierungschefs, das kann man nicht einfach ändern."
Mehrere Außenminister warnten vor den Folgen eines Scheiterns. Das wäre "ein schlechter Tag" für die EU, sagte der Niederländer Ben Bot. Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn appellierte an Wien, einzulenken. Sonst drohe der Gemeinschaft "sehr, sehr großer Schaden".
- Eve
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Hallo Hakan,
danke für den interessanten Bericht!!
Ich bin wirklich mal gespannt über welche Zeitspanne sich das nun wirklich alles noch hinziehen wird. Politik ist eine schwierige Sache und wie es jeder aus dem Alltag kennt umso schwerer, umso mehr Leute sich auf etwas einigen müssen.
Ich werde das Thema weiterhin gespannt verfolgen
Liebe Grüße
Eve
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Eve
- Levent
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Hi,
laut neuesten News hat Österreich seine vehemente Haltung aufgegeben. Frau Plassnik kann auch ganz hart schauen
Österreichs Reg. hat in den Aufnahmebedingungen neue Hürden auferlegt, indem eine privligierte Partnerschaft angeboten hatte, was die Türkei natürlich strikt abgelehnt hat. Anderen Ländern werden nicht solche harte Kriterien zugemutet als der Türkei, ich erwähne dabei Bulgarien und Rumänien die 2007 aufgenommen werden sollen.
Es scheint so dass die Aussenminister sich alle geinigt haben, nur der zypriotisch griechiche Präsident Papadopoulos möchte noch bischen taktieren.
Scheint so das es Erdogan wohl doch schafft, in die Geschichtsbücher einzugehen.
Alle in Luxemburg, warten gespannt auf Aussenminister Gül.
Ich bin auch gespannt wie es weitergeht......
Gruss Cengiz
laut neuesten News hat Österreich seine vehemente Haltung aufgegeben. Frau Plassnik kann auch ganz hart schauen
Österreichs Reg. hat in den Aufnahmebedingungen neue Hürden auferlegt, indem eine privligierte Partnerschaft angeboten hatte, was die Türkei natürlich strikt abgelehnt hat. Anderen Ländern werden nicht solche harte Kriterien zugemutet als der Türkei, ich erwähne dabei Bulgarien und Rumänien die 2007 aufgenommen werden sollen.
Es scheint so dass die Aussenminister sich alle geinigt haben, nur der zypriotisch griechiche Präsident Papadopoulos möchte noch bischen taktieren.
Scheint so das es Erdogan wohl doch schafft, in die Geschichtsbücher einzugehen.
Alle in Luxemburg, warten gespannt auf Aussenminister Gül.
Ich bin auch gespannt wie es weitergeht......
Gruss Cengiz
- Hakan
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ein paar worte zu Wolfgnag Schüssels (östterischer Kanzler):Cengiz Han hat geschrieben:laut neuesten News hat Österreich seine vehemente Haltung aufgegeben.
Schon vor dem Dezember-Gipfel warnte er, die Regierungschefs müßten sich schon vor Verhandlungsbeginn eine Alternative zu einem Vollbeitritt der Türkei überlegen. Damals regte er eine "privilegierte Partnerschaft" an, was vom türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan freilich bis heute brüsk abgelehnt wird.
So klar Schüssels Position auf den ersten Blick scheint - wiederum ist sie bei näherem Hinsehen widersprüchlich: Warum hat er auf demselben Dezember-Gipfel einem Verhandlungsbeginn mit der Türkei grundsätzlich zugestimmt? Hätte er damals ähnlich klare Worte wie heute gefunden, hätte sich der aufgewirbelte Staub bestimmt wieder gelegt, und die EU und die Türkei wären möglicherweise miteinander bereits einen Schritt weiter gekommen. Warum hat er nicht zumindest in den vergangenen Monaten an haltbaren Allianzen innerhalb der EU geschmiedet, die ihn heute in der Türkei-Frage nicht so einsam dastehen ließen? Warum hat Schüssel, eines der längst dienenden Regierungsmitglieder Österreichs, nicht schon vor Jahren, als Außenminister, in der Türkei-Frage die Notbremse gezogen?
Manche politischen Beobachter meinen, dies liege daran, daß es Schüssel mit seinem Türkei-Engagement gar nicht so ernst meine. Er habe vor allem innenpolitische Motive gehabt: Etwa die drohenden (und tatsächlich eingetretenen) Verluste bei der Steiermark-Wahl. Oder eine bequeme Absprungposition, um aus seiner "David-gegen-Goliath"-Rolle wieder einmal vorzeitige Neuwahlen auszurufen (und zu gewinnen). Es sei für den "eiskalten Spieler Schüssel" typisch, daß er den kurzfristigen Vorteil suche, ohne sich um den Kollateralschaden zu kümmern. Die Österreicher liebten es nämlich, wenn einer von ihnen, ein Vertreter der "Kleinen", es den Großen da draußen mal so richtig zeige. Das war bei Kurt Waldheim so, dem ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten mit NS-Vergangenheit, bei Haider und den EU-Sanktionen, und darum lieben sie auch Arnold Schwarzenegger. Doch bei ihren Bundeskanzlern schätzten die Österreicher stets eine wohltemperierte, unaufgeregte Politik, eine ruhige Hand und wenig Aufsehen.
http://www.welt.de/data/2005/10/04/784220.html
- Collafish
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Soll die Türkei in die EU?
Türkei in die EU,hmm?
Ja klar,warum nicht? Es hat so viel in den jahren an Wirtschaftgewonnen das auch die Touristen kommen. Also will noch mehr schreiben aber fehlt mir nichts ein,hehe. Türkei komm in die EU!
-
arguvan
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Die Stimmen so oder so.... farketmez.
Man sagt, dass die Türkei erst nach 10-20
Jahren in EU eintreten kann.
Über die Zeit kann man keine Spekulationen
machen und mit der Zeit kann man nicht kämpfen.
Wer kann genau wissen, in welcher Lage werden
die EU oder die Türkei nach 5 Jahren sein.
"Gün dogmadan neler dogar.", "Gün ola harman ola."
"Dün dündür, bugün bugündür."
Sogar "Gecti Bor'un pazari, sür esegi Nigde'ye" de olabilir. :lol:
LG
naim
Man sagt, dass die Türkei erst nach 10-20
Jahren in EU eintreten kann.
Über die Zeit kann man keine Spekulationen
machen und mit der Zeit kann man nicht kämpfen.
Wer kann genau wissen, in welcher Lage werden
die EU oder die Türkei nach 5 Jahren sein.
"Gün dogmadan neler dogar.", "Gün ola harman ola."
"Dün dündür, bugün bugündür."
Sogar "Gecti Bor'un pazari, sür esegi Nigde'ye" de olabilir. :lol:
LG
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- aj-she
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T. in die EU?
Ich finde irgendwie komisch weshalb Polen früher in die Eu reingekommen ist als andere Länder die sich früher angemeldet haben,oder habe ich was verpasst,hm?
- Mrs.Daisy
- Saftschubse

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hey
also ich finde die türkei sollte auf jeden Fall in die EU!!!
Ich persönlich hab zwar nicht sooo viel Ahnung von Politik aber ich denke es reicht dafür sagen zu können das die türkei schon lange weit genug ist um in die EU beizutreten.
Ich gebe Collafish vollkommen recht in der Hinsicht mit der sache wie Rumänien und Bulgarien in die Eu kamen und wie die Türkei rein kommen soll. Ich finde es eine Bodenlose Ungerechtigkeit das es solche sachen heute noch gibt und damit ist das was ich davon halte etwas eingeschränkt worden.
Bush macht doch sowieso was er will, Da kann die EU nicht viel machen und ich finde gerade um Bush sollte sich die EU kümmern. :evil:
LG Desi
also ich finde die türkei sollte auf jeden Fall in die EU!!!
Ich persönlich hab zwar nicht sooo viel Ahnung von Politik aber ich denke es reicht dafür sagen zu können das die türkei schon lange weit genug ist um in die EU beizutreten.
Ich gebe Collafish vollkommen recht in der Hinsicht mit der sache wie Rumänien und Bulgarien in die Eu kamen und wie die Türkei rein kommen soll. Ich finde es eine Bodenlose Ungerechtigkeit das es solche sachen heute noch gibt und damit ist das was ich davon halte etwas eingeschränkt worden.
Bush macht doch sowieso was er will, Da kann die EU nicht viel machen und ich finde gerade um Bush sollte sich die EU kümmern. :evil:
LG Desi
carpe diem - Lebe den Tag
-
Haile
Hallo aj-she!Ich finde irgendwie komisch weshalb Polen früher in die Eu reingekommen ist als andere Länder die sich früher angemeldet haben,oder habe ich was verpasst,hm?
Warst du schon mal in Polen? Ich kenne beide Länder und wundere mich eigentlich nicht so sehr darüber, Polen hat sich in den letzten 10 Jahren sehr verändert. Auch hier gibt es ein West-Ost-Gefälle - wie in der Türkei. Doch von der wirtschaftlichen Ausgangssituation mal abgesehen ist Polen ein kleineres Land mit insgesamt weniger Problemen bzw. besserer "Kompatibilität" (Bürgerkrieg, Islamismus, Militär, Menschenrechte, Geschichtsverständnis,...). Polen ist ein mitteleuropäisches Land mit ganz engen kulturellen únd wirtschaftlichen Verbindungen in die "alten" EU-Länder, insbesondere nach Deutschland. Klar, dass der Weg in die EU ein viel kürzerer als für die Türkei ist.
Für den EU-Beitritt gilt eben nicht das Prinzip "First come first served", glücklicherweise.
Die EU kommt derzeit mit sich selbst (bzw. ihre Bürger mit dem Bündnis) nicht klar, eine neuerliche Erweiterung muss daher langfristig geplant werden, wenn man die Existenz des Gebildes nicht gefährden möchte.
Ich war übrigens am Tag des EU-Referendums in Polen und habe die Stimmung der Bevölkerung zum Thema hautnah erlebt. Vorherrschende Meinung der mittleren bis älteren Generation: "Wir machen uns keine großen Hoffnungen, aber unseren Kindern wird es wahrscheinlich eines Tages Vorteile bringen". Also keine Euphorie.
Ich höre des öfteren österreichische Stimmen, die sagen:"Die EU bringt uns nichts, wir können gut und gerne auf sie verzichten". In einer Demokratie ist es nicht relevant, ob sie damit recht haben, oder nicht. Eine EU, die nicht von den Bürgern getragen wird, ist jedoch langfristig eine Luftblase.
Das weiß auch die Türkei...
Gruß,
Haile
-
Haile
Hallo Desi,also ich finde die türkei sollte auf jeden Fall in die EU!!!
...ich denke es reicht dafür sagen zu können das die türkei schon lange weit genug ist um in die EU beizutreten.
da gehörst du mit deiner Meinung aber einer sehr kleinen Minderheit an. Die Türkei hat riesengroße gesellschaftliche Probleme, die stärken eine EU, der die Türkei angehört, nicht unbedingt. Das Wirtschaftswachstum ist derzeit gut, doch muss die wirtschaftliche Leistung noch ein anderes Niveau erreichen und vor allem eine Nachhaltigkeit unter Beweis stellen. Mit einem EU-Beitritt verliert ein Land ein Stück seiner nationalen Souveränität, da es europäische Richtlinien in nationales Recht umsetzen muss (Beispiel: Hochschulzugang für Auländer in Österreich). Die Türkei verbittet sich regelmäßig "Einmischungen in innere Angelegenheiten". Mit dieser Einstellung "passt" die Türkei vor diesem Hintergrund derzeit noch nicht so recht in die EU- soweit meine Meinung. Im obigen Beitrag habe ich behauptet, dass ein erfolgreiches (demokratisches) Staatenbündnis von seinen Bürgern "getragen" wird. Viele Menschen in bzw. aus der Türkei haben aber sehr große Vorbehalte (bis hin zu Verachtung) gegen "europäischen" Lebensstil - soweit auch meine bescheidene persönliche Erfahrung. In dieser Hinsicht glaube ich muss noch eine lange währende Annäherung auf menschlicher Ebene statt finden. Aus der anderen Richtung betrachtet halte ich mit derselben Begründung auch die EU noch nicht reif für den Beitritt - damit man mir hier nicht Einseitigkeit vorwerfen möge.
Ich wäre glücklich über eine menschliche Annäherung - dann würden Diskussionen um Religion, geografische Lage, kulturelle Unterschiede etc. in den Hintergrund rücken.
Gruß,
Haile
- Anjali
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- Registriert: 13.11.2007, 21:51
- Wohnort: Brandenburg
Re: Soll die Türkei EU Mitglied werden?
Ich denke, die Aufnahme der Türkei in die EU wäre eine sinnvolle Sache. Endlich bestünde die Möglichkeit Asien mit Europa zu verbinden, die Religionen, die Kulturen und Menschen einander näher zu bringen, wirtschaftlich effektiver zusammenzuarbeiten, auch viele Vorurteile auszuräumen. Sicher hat die Türkei noch viele Aufgaben zu erfüllen, aber man hat in den letzten Jahren bereits viel getan. Das sollte man nicht vergessen! Allerdings muss ich dazu sagen: KEIN Staat ist perfekt, auch kein europäischer. Es gibt auch dort viele Probleme. Deshalb sollte man mit den Forderungen an die Türkei in einem angemessenen, sinnvollen Rahmen bleiben!!!
Halte Andere nie für dümmer als du selber bist!