TV-Tipps - JANUAR

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Yadira

TV-Tipps - JANUAR

Beitrag von Yadira »

17.01.2006 arte 20:45 22:45 Themenabend: Gefängnis Elternhaus

Sie sind Franzosen, Deutsche, Briten oder Österreicher. Sie sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Ihre Eltern kamen aus Afrika, der Türkei oder dem Maghreb nach Europa, wo sie sich Arbeit und eine gesicherte Zukunft erhofften. Hier sind sie aufgewachsen, haben die Schule besucht und Freundschaften geknüpft. Hier sind sie verwurzelt. Doch einfach ist ihre Geschichte keineswegs. Die so genannte 'zweite Generation' fühlt sich in Widersprüche verstrickt, hin und her gerissen zwischen einem als feindlich empfundenen Hier und einem fernen verklärten Anderswo. Lange haben diese Kinder mit dem Gedanken an die 'Rückkehr' gespielt, bis zu dem Tag, an dem aus dem Spiel bitterer Ernst wurde und sie dem Gesetz - dem Gesetz der Eltern - unterworfen wurden, auch wenn die Eltern zuweilen selbst an diesem Gesetz zweifeln. Und so geschieht es, dass sich die mit dem 'westlichen' Lebensstil vertrauten Jugendlichen der zweiten Generation plötzlich in einem afrikanischen Dorf wieder finden, dass junge Mädchen zwecks Heirat in ein türkisches Dorf geschickt werden, das sie nur aus den Erzählungen der Älteren kennen.
Quelle

20:45 – 21:35 Uhr
Das Arrangement
Serpil, Serap und Gülümser sind Kinder von nach Österreich ausgewanderten türkischen Eltern. In ihrer Gesellschaft ist die arrangierte Heirat Tradition. Und für einige stellt das ein unumstößliches Gesetz dar. Auf diese Weise mit widersprüchlichen Anforderungen konfrontiert, zwischen dem traditionellen Treuegebot und dem westlichen Emanzipationsstreben hin und her gerissen, versuchen diese Mädchen, ihren Weg zu finden. Es gibt Tausende, die mit den Widersprüchen eines doppelten Erbes leben müssen. Die Wahl zwischen westlichem Lebensstil und orientalischem Brauchtum kann als dramatischer Konflikt zwischen Integration und Identität erlebt werden, zumal der den Frauen in traditionell geprägten Gesellschaften zugewiesene Platz fest umgrenzt ist. Viele werden gezwungen, ihr bisheriges Leben in der Stadt aufzugeben, in das Herkunftsdorf der Eltern zu ziehen und der Verpflichtung zur Ehe mit einem von den Eltern ausgewählten, ihnen völlig unbekannten Mann nachzukommen. Manche akzeptieren dieses Los, aber von denen, die sich widersetzen, sind manche gezwungen sich zu verstecken oder zu fliehen, um der Familienstrafe zu entgehen. Was bewegt einige, sich den archaischen Gesetzen zu unterwerfen, und wie erleben sie diese Entscheidung? Hat sie die Einsicht in die Schwächen des westlichen Modells dazu bewogen? Was wird aus denen, die sich dem elterlichen Gesetz entziehen? Führt das notwendig zum totalen Bruch? Mit dem einfühlsamen Porträt von vier jungen Mädchen versucht der Film, auf diese Fragen zu antworten. Vier verschiedene Lösungen für ein und dasselbe Problem.

21:35-22:25
UhrHeimkehr in die FremdeStrafe oder Wohltat? Besonders wenn die Lage in Frankreich für ihre Kinder zu schwierig wird, erscheint den nach Frankreich ausgewanderten Eltern, die immer noch irgendwie 'dort' leben, ihre Heimat als verklärt-utopischer Ort, wo es sich jenseits ökonomischer Zwänge gut leben lässt und wo es noch echte Werte gibt. Massiga, Lamine, Mam's und Macerré sind solche jungen Franzosen, die von ihren ratlosen Eltern 'ins Dorf' zurückgeschickt wurden. Der Wechsel vom Großstadtvorort, in dem sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht haben, ins malische Dorf ist ein Schock. Wie denken diese jungen Menschen über Afrika? Was halten sie von Frankreich? Die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem traditionellen Umfeld ihrer Eltern wirft auch ein Licht auf den Platz, der diesen jungen Menschen in der französischen Gesellschaft zugewiesen wird. Was für eine Identität und welche Lebenspläne entwickeln sie, die zwischen zwei Sprachen, zwei Kulturen, zwei Welten stehen?

22:25-22:45 Uhr
Gesprächsrunde

Wiederholung
18.01.2006 arte 14:40 16:40 Gefängnis Elternhaus


19.01.2006 3sat 18:00 18:30 Kreuzberger Nächte - Junge Türken in Berlin

Die Straßen von Berlin-Kreuzberg sind ihr Zuhause. Hier haben junge Türken ihren Kiez, ihre Freunde, ihre Freiheit. Keine Eltern, keine Lehrer, keine Ausbilder, die alle von ihnen nur das eine wollen: den Weg in die Gesellschaft hinein.Der Film von Neco Celik und Cornelia Partmann zeigt junge Türken auf der Suche nach Identität. Er begleitet sie durch die Nacht, wenn sie auf Abenteuer und Zerstreuung aus sind, und auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Quelle


20.01.2006 Bayern 23:30 00:00 Unter 4 Augen
Django Asül, der wandelnde Widerspruch: Laut Urkunde ist er offizieller Botschafter von Niederbayern - und trägt einen türkischen Pass in der Tasche. Er ist mit Leib und Seele Kabarettist - mit einer soliden Ausbildung zum Bankkaufmann - und eine Sportskanone mit Neigung zum Couchpotatoe. Wie er all diese Widersprüche unter einen Hut bringt und warum seine Eltern so wichtig für ihn sind, erzählt er Werner Schmidbauer in der Talkshow 'Unter 4 Augen' im Bayerischen Fernsehen.Das Licht der Welt erblickte Django Asül 1972 als Sohn türkischer Gastarbeiter im tiefsten Niederbayern und startete als Schüler eine hoffnungsfrohe Karriere als Tennistalent. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Nach einem zufälligen Besuch in einem Berliner Kabarett stand für ihn fest: Ich werde Kabarettist! Zunächst schlug er sich noch als Tennistrainer durch, bis nach zaghaften Versuchen als Bühnenkünstler 1996 erste Auftritte als Kabarettist im Münchner Fraunhofer-Theater begannen. Kurz darauf sorgte Django Asül bei Kabarett-Nachwuchswettbewerben für Aufsehen und gewann Kleinkunstpreise. Vom Geheimtipp entwickelte er sich schließlich zum Star bei '7 Tage, 7 Köpfe', der 'Harald Schmidt Show' und dem 'Quatsch Comedy Club'. Seine Popularität wuchs, ebenso die Zahl seiner Auftritte. Doch der Sport ließ ihn dennoch nicht los: Seit 1999 arbeitet Django Asül auch als Sportkolumnist, schreibt u. a. für die Münchner 'Abendzeitung'. 2001 stand er selbst wieder verstärkt auf dem Tennisplatz, 2003 feierte er sein Comeback als Tennisprofi auf der ATP-Senior-Tour und nimmt auch an Schaukämpfen mit prominenten Tennisstars teil. Außerdem bringt er sein drittes Album heraus und füllt die Säle auf seinen Tourneen.Wie er dieses ganz Pensum schafft? Indem er strikt seine Mittagsruhe einhält: Wenn die Termine es erlauben, hält Django Asül zwischen zwei und drei Uhr ein Schläfchen - 'Couchtime', wie er es nennt. Sind seine anstrengenden Tourneen beendet, lebt er bei seinen Eltern in Niederbayern und führt das unbeschwerte Leben eines Zehnjährigen: Seine Mutter kocht und hält die lästige Hausarbeit von ihm fern. Überhaupt geben ihm seine Eltern die Kraft, die er für sein Künstlerdasein braucht. Aus seinem privaten Umfeld schöpft er auch Ideen für seine Auftritte - die deutsch-türkische Mischung macht ihn so unverwechselbar und erlaubt ihm, Sätze zu sagen, ohne gleich als ausländerfeindlich zu gelten, egal, ob es ich um den heiß diskutierten Beitritt der Türkei in die EU handelt oder um Alltäglichkeiten aus dem Leben zwischen Deutschen und Türken. Auch sprachlich pflegt Django Asül eine Mischung aus beiden Kulturen: Er spricht astreines Niederbayerisch und sein Türkisch ist ebenfalls bayerisch eingefärbt. Quelle


21.01.2006 Phoenix 18:00 - 18:45 Tag X - 12.09.1683 - Die Türken vor Wien
Kara Mustafa, der Feldherr des Osmanen, drohte den Wienern - die Lage war verzweifelt. Die Wiener hungerten, ihre Brunnen waren verseucht, die Rote Ruhr wütete. Nur noch 4.000 Verteidiger standen auf den Mauern. Doch kapitulieren wollten sie nicht. Am 12. September 1683 war alles eine Frage von Stunden: Für Österreich und seine Verbündeten, die Heilige Liga, gab es an diesem Tag nur noch eine Möglichkeit: Angriff! Sonst war Wien verloren. Mit 75.000 Mann wollten sie von den Wiener Höhen aus den Belagerungsring der Türken sprengen. Doch am Morgen dieses Tages war die Kavallerie des polnischen Königs Jan Sobieski noch immer nicht im Anmarsch durch den Wiener Wald. Niemand wusste: Kommen sie noch rechtzeitig, um die Schacht am Kahlen Berg zu Gunsten der Verbündeten zu wenden?Aber auch für Kara Mustafa hieß es: Heute oder nie! Am selben Tag setzte er alles auf seine Mineure. Wenn es ihnen gelang, nur eine weitere Mine unter der Löbel-Bastei zu zünden, war Wien sturmreif. Und fiel Wien, dann stünde den Osmanen das Tor zum christlichen Abendland offen.Die Geschichte hätte sich so ereignen können. Aber den Wienern gelang es, die Mine zu entschärfen und die polnische Reiterei kam noch zur rechten Zeit. Nach der siegreichen Schlacht am Kahlen Berg war die türkische Offensive auf dem europäischen Kontinent gestoppt. Habsburg wurde zu einer der größten Landmächte Europas, Österreich zur Doppelmonarchie und zu einem Vielvölkerstaat, zweieinhalb Jahrhunderte lang - bis 1914.
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29.01.2006 Phoenix 18:45 - 19:15 Weltreisen - Ararat - Unterwegs am Berg der Arche Noah

Die Geschichte von der Sintflut findet sich in vielen asiatischen Überlieferungen. Die rettende Arche ist nicht nur in der Bibel, sondern auch im Koran erwähnt. Wissenschaftler sind sich einig, dass vor etwa 8.000 Jahren eine große Überschwemmung rund um das Schwarze Meere stattfand. Aber gab es Noah und seine Arche wirklich? Am Ararat soll das Schiff gelandet sein.Der 5.165 Meter hohe Berg liegt im äußersten Osten der Türkei, umgeben von einer kargen Hochebene. Perser und Armenier haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die sagenhafte Seidenstraße führt an dem gewaltigen Vulkanberg vorbei, ein unermesslich reicher Pascha residierte dort einst.Heute entdecken Bergsteiger den Ararat als Reiseziel und Abenteuerreisende besuchen ihn auf ihrem Weg nach Nordindien. Sie alle lassen sich faszinieren von der Erzählung über die Sintflut und die Rettung der Menschheit.Am Fuße des Berges leben die letzten Nomadenstämme auf türkischem Boden - und bettelarme kurdische Bauernfamilien. In ihren Bräuchen ist die Erinnerung an die Rettung aus der Sintflut heute noch lebendig.ARD-Korrespondent Peter Althammer macht eine Reise zu Menschen und Mythen am Ararat.
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29.01.2006 Phoenix 21:00 21:45 Türkei
Die Türkei ist ein ebenso facettenreiches wie widersprüchliches Land. Da ist die prachtvolle Vergangenheit aus den Zeiten des Osmanischen Weltreichs, an die die wunderbare und einstige Weltmetropole Istanbul erinnert.
Kein anderer hat die wehmütige Melancholie dieser Stadt über den Verfall ihrer Schönheit und Größe so eingefangen wie der türkische Photograph Ara Güler, das „Auge von Istanbul“. Jedes Jahr im Sommer erinnert die Aufführung der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ - sozusagen am Originalschauplatz - an die exotische Ausstrahlung, die das türkische Reich zu Zeiten Mozarts auf Europa hatte.
Doch der Alltag in der Türkei, die sich anschickt, eine moderne demokratische Regionalmacht zwischen Europa und Asien, zwischen Okzident und Orient zu werden, sieht weniger großartig aus. Der Jahrzehnte alte Bürgerkrieg gegen die Kurden flammt im Osten Anatoliens gerade wieder auf. Ein vergessener Krieg, der sich als schwere Bürde für die Entwicklung der Türkei erweist. Der so genannte „tiefe Staat“, der Staat im Staate der Türkei, ein informelles geheimbundartiges Geflecht nationalistischer Antidemokraten in Staatsbürokratie, Justiz und Militär, erhebt im Kurdenkonflikt erneut sein hässliches Haupt und treibt die Gewaltspirale mit Todeskommandos weiter an.
Zwischen dem bröckelnden Putz einstiger osmanischer Größe und dem mühsamen Ringen um einen modernen demokratischen Staat trifft man aber immer wieder Einzelne, die auf ihre Weise zur Entwicklung und Normalisierung des Landes beitragen - zum Teil in entgegen gesetzten Lagern. Den Imam im rückständigen Osten Anatoliens, der die jungen Männer der umliegenden Dörfer zum Fußballspielen animiert - als Trainer, als unermüdlicher Organisator einer eigenen Amateurkreisliga und moderner geistlicher Beistand. Oder die Ausbilderin und Kampfpilotin der türkischen Luftwaffe, die in dem zwischen Tradition und Moderne hin und her gerissenen Land junge Piloten am Himmel über Anatolien in ihren Kampfjets schult. Als moderne türkische Frau leitet sie so ihren Teil zur Landesverteidigung - aber auch zum Ansehen der Frauen in der Türkei.

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Wiederholung
04.02.2006 Phoenix 03:00 03:45 Türkei

04.02.2006 Phoenix 07:30 08:15 Türkei
05.02.2006 Phoenix 18:00 18:45 Türkei
Zuletzt geändert von Yadira am 22.01.2006, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
Yadira

Beitrag von Yadira »

28.01.2006 arte 00:20 - 01:50 Im Niemandsland

Die 40-jährige Sükran arbeitet als Fahrkarten-Verkäuferin am Hauptbahnhof in Istanbul. Der Tod ihres kurdischen Ehemannes hatte politische Hintergründe. Eines Tages verschwindet auch ihr einziger Sohn Veysel, der ihr ganzer Lebensinhalt war. Es beginnt eine lange und verzweifelte Suche. Sie ist sicher, dass er noch lebt. Immer wieder geht sie zur Polizei, zur Militärbehörde, zu seiner Werkstatt, in das Café, das er besuchte. Niemand kann oder will ihr helfen. Die Termine im Leichenschauhaus für 'unidentifiziert aufgefundene Ermordete' werden zur Tortur. Sükran kann nicht verstehen, dass Veysels Verlobte Sule sich mit seinem Tod abfinden will. Sie kämpft weiter. Als Halil, ein Freund und Kollege Veysels, ebenfalls verschwindet, verfolgt Sükran dessen Spuren, in der Hoffnung, auf ihren Sohn zu stoßen. Der Weg führt sie ins kurdische Gebiet an der Grenze zu Syrien. Auch hier versucht sie, Hilfe von der Polizei, dem Militär, der Mafia und dem Derwish Aga zu bekommen. Man führt sie zu einem jungen Mann, der ebenfalls Veysel heißt, aber nicht ihr Sohn ist. Am nächsten Tag wird sie ins örtliche Leichenschauhaus gebracht, um einen Toten zu identifizieren. Es ist jener Veysel, den sie am Vortag getroffen hatte. Sükran weiß nun, dass sie keine Chance mehr hat, ihren Sohn lebend wieder zu finden und gibt den Toten als ihr Kind aus.
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