01.11.06 Kinderkanal 08:00 - 08:30 Uhr
Sesamstraße
Mehmet wartet auf einen Anruf von seiner Schwester Tülay. Aber irgendwo in der Sesamstraße muss er sein Handy verloren haben. Zusammen mit Feli beginnt er überall hektisch zu suchen. Inzwischen entdeckt Rumpel in einer Orangenkiste einen scheußlich blanken Gegenstand und berät mit Gustav, wozu man den wohl gebrauchen könnte. Als auf Knopfdruck sogar eine Stimme ertönt, lernt Rumpel sein erstes türkisches Wort und findet das grautschig gut. Kermit verzweifelt fast. Denkedran Joost will von ihm lernen, wie man mit einem Telefon umgeht. Auch Ernie hat einen anstrengenden Job. Er hilft dem Grafen Zahl, seine Anrufe zu beantworten. Ein Film zeigt, wie türkisches Brot hergestellt wird.
01.11.06 Phoenix 08:15 - 09:00 Uhr
Hamam - In den Badehäusern von Istanbul
Die Sonne hat keinen direkten Zutritt. Ihre Strahlen werden durch zahlreiche runde und sternförmige Öffnungen in der Kuppel gebrochen. Auf einem großen Marmorstein liegen Frauen, sie schöpfen aus kleinen Wasserbecken kaltes und heißes Wasser, mischen es und schütten es sich über Kopf und Körper. Dabei lachen und reden sie unaufhörlich, schreien quer durch den Raum und bekommen als Antwort lautes schallendes Gelächter. Reinigung des Körpers, Bad für die Seele - es ist Badetag im Hamam. Für Frauen ist das Hamam Badestube, Kosmetikstudio, Friseursalon, Massagepraxis, Gruppentherapie und Partnerschaftsberatung in einem. In der Männerabteilung, streng von den Frauen getrennt, geht es ruhiger zu. Die Männer wollen nur entspannen. Ohne viel zu reden, wollen sie den Stress des Alltags loswerden. Bademeister helfen dabei mit Massagen und Seifenbehandlungen. Das Hamam ist für Männer der 'stumme Arzt'. Seitdem jedoch auch in Istanbul immer mehr Leute ein eigenes Bad zu Hause haben, ist die Hamam-Kultur gefährdet. Die Zahl der öffentlichen Badeanstalten in der Türkei und den arabischen Ländern ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Nur wenige traditionelle Hamams können sich halten, weil Touristen kommen.
Wiederholung
02.11.06 Phoenix 18:30 - 19:15 Uhr Hamam - In den Badehäusern von Istanbul
02.11.06 Phoenix 06:00 - 06:45 Uhr
Istanbul
Die Stadt mit vielen Gesichtern
Es liegen keine weiteren Beschreibungen zur Sendung vor.
03.11.06 arte 14:00 - 14:30 Uhr
ARTE Europa
Staat und Religion
u.a.
(3): Türkei: Die staatliche Religionsbehörde und die neuen islamischen Predigerinnen
'Diyanet' heißt die staatliche Religionsbehörde der Türkei in Ankara. Hier werden religiöse Texte genehmigt und alle Imane in der Türkei sind hier angestellt, bekommen also ihr Gehalt vom Staat. In jüngerer Zeit sind das auch immer mehr Frauen, wie die 34-jährige Gülsefa Ygur. Sie ist eine von inzwischen über 200 staatlich ausgebildeten Frauen, die in Moscheen predigen dürfen. Das Ziel: die Rolle der Frau in der muslimischen Gesellschaft zu stärken.
Wiederholung
06.11.06 12:10-12:40 Uhr arte ARTE Europa
03.11.06 NDR 15:15 - 16:00 Uhr
Mit dem Zug ans Ende Europas
Von Athen nach Istanbul
'Vor 15 Jahren ist hier mal ein Unfall passiert, dann nie wieder', sagt Enestheria, die Schrankenwärterin in Athen. Dann greift sie schnell zu Trillerpfeife und roter Fahne. Ein Zug kommt! Auf dem Bahnübergang mitten in Athen staut sich der Verkehr. Enestheria scheucht sie alle von den Schienen, Fußgänger und Autos.
Enestherias Bahnübergang liegt an der Hauptstrecke nach Nordgriechenland und Istanbul. 1.500 Kilometer sind es von der griechischen Hauptstadt bis zur Metropole am Bosporus. Eine durchgehende Bahnverbindung gibt es nicht, spätestens an der Grenze zur Türkei muss man umsteigen.
Es ist eine Bahnreise auf meist eingleisiger Strecke zu Ziegenhirten, Popen und 'kleinen Prinzen'. Es geht am Olymp entlang und am wildromantischen Rhodope-Gebirge. Unterwegs laden Eierklopfen, Mitternachtssuppe und Lämmergrill zum Osterfest in einem griechischen Bergdorf ein. Schließlich Istanbul, die Zwölf-Millionen-Stadt an der Grenze zwischen Europa und Asien: Hüseyin Alptekin wandert durch den Großen Basar und das Holzhausviertel - immer auf der Jagd nach Anregungen. Er ist Installationskünstler und Eisenbahnfan. 'Das Zugfahren hat etwas Melancholisches für mich', erklärt er.
04.11.06 Super RTL 12:20 - 12:35 Uhr
Die Superköche
Pilaw Topkapi & Köfte
Für alle, die genau wissen möchten, wie es geht, kommt hier das Rezept:
Das brauchst du:
2 Frühlingszwiebeln,
1 Knolle frischer Knoblauch,
ca. 80 g Mandeln,
2 Gläser Langkornreis,
50 g Pinienkerne,
50 g Rosinen,
500 g Rindergehacktes,
1 Ei,
1 Paprika,
1 Gurke,
4 Tomaten,
1 rote Zwiebel,
1 Zitrone,
Hühnerbrühe,
frische, türkische Petersilie,
Safran, Zimt, Nelken, süßes Paprikapulver, Oregano, Pfeffer, Salz.
Mit Pilaw Topkapi, dem Reiseintopf, geht es los. Zunächst die Frühlingszwiebeln in schmale Ringe schneiden und drei bis vier Zehen Knoblauch in feine Stückchen hacken. Zeitgleich einen Topf Wasser aufsetzen und in einem zweiten etwas Olivenöl erhitzen. Die Mandeln für wenige Minuten in das nun kochende Wasser geben, dann das heiße Wasser abgießen und die Mandeln mit kaltem Wasser abschrecken, auf diese Weise lässt sich die Haut leicht entfernen. Im zweiten Topf die Zwiebeln und die Hälfte des gehackten Knoblauchs kurz anschmoren. Auf der noch heißen Herdplatte eine Pfanne erhitzen und hierin die Pinienkerne ohne Öl rösten. In der Zwischenzeit zwei Gläser Reis zu den Zwiebeln und dem Knoblauch in den Topf geben und kräftig umrühren. Jetzt kommen nach und nach die gerösteten Pinienkerne, die Mandeln, eine Handvoll Rosinen, ein halber TL Zimt, zwei Gläser Wasser, ein TL Hühnerbrühe, ein wenig Safran und ordentlich Salz und Pfeffer dazu. Alles gut umrühren, kurz aufkochen und dann bei niedriger Hitze etwa 20 min. garen lassen.
Weiter geht es mit Köfte, den länglichen Frikadellen.
Das Hackfleisch in eine große Schüssel legen. Ein Ei trennen und das Eigelb dazu geben. In einem Mörser ein paar Nelken zermahlen. Nun das Nelkenpulver, den restlichen Knoblauch, ein wenig Oregano, süßes Paprikapulver, Pfeffer und Salz über das Fleisch streuen und ordentlich miteinander vermengen. Anschließend kleine Hackfleischröllchen formen und mit ein wenig Öl in einer Pfanne von beiden Seiten anbraten.
Nun ist der Hirtensalat an der Reihe. Paprika und Gurke mit einem Sparschäler schälen und anschließend halbieren und entkernen. Nun die Gurke in kleine Stücke und die Paprika in dünne Streifen schneiden. Noch eine große Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden und die Tomaten in kleine Stücke. Jetzt kommt alles in eine große Schüssel.
Den Saft einer Zitrone über dem Gemüse ausdrücken, ein wenig Olivenöl, Pfeffer und Salz dazu, alles gut vermengen ? fertig! Pilaw Topkapi, den Reiseintopf, mit den türkischen Frikadellen und dem Salat auf einem Teller anrichten und servieren. Guten Appetit!
04.11.06 arte 00:20 - 01:10 Uhr
Metropolis
u.a.
(5): 'Absurdistan' - Der neue Film von Veit Helmer
Schon der Titel spricht für sich. Veit Helmers neuer Film 'Absurdistan' ist eine skurrile Liebeskomödie, gedreht im muslimischen Aserbaidschan. Die Idee dazu kam dem Berliner Regisseur durch eine amüsante Zeitungsmeldung. Darin stand, dass sich die Frauen eines türkischen Dorfes in Sexstreik befänden, weil ihre Männer die Wasserrohre nicht reparierten. Helmer erweitert die Story und inszeniert eine Art modernes Märchen aus Tausendundeiner Nacht.
Dabei ist der Ort der Handlung fiktiv. Doch auf der Suche nach der perfekten Location ist der 38-Jährige schließlich in den Bergen des Kaukasus fündig geworden. Dafür nahm er auch gerne in Kauf, dass es dort meist nur kaltes Wasser gab, der Strom oft ausfiel und zu freizügige Szenen 'heimlich' gedreht werden mussten. Veit Helmer ist eben ein Filmbesessener. Das beweist auch sein internationales Schauspieler-Team, das er in 28 Ländern gecastet hat, darunter Schauspieler aus Tschechien, Marokko, Frankreich und Deutschland.
Dass man 'Absurdistan' mit Spannung erwarten darf, ergibt sich schon aus Helmers Vita. Bereits als Student bei Wim Wenders an der Münchner Filmhochschule sorgte er mit ungewöhnlichen Kurzfilmen für Aufsehen. Den endgültigen Durchbruch schaffte Veit Helmer 1999 mit seinem ersten Spielfilm 'Tuvalu'. Mit zig Preisen wurden seine Werke ausgezeichnet. 'Absurdistan' soll 2007 in die Kinos kommen. Ute Hoffarth war bei den Dreharbeiten in Aserbaidschan dabei.
05.11.06 WDR 12:55 - 13:25 Uhr
Essgeschichten
Der Imam fiel in Ohnmacht
Von orientalischen Gerüchen und Genüssen
Die orientalische Gastfreundschaft ist legendär. Da spielt es keine Rolle, ob man in Istanbul oder in Baden-Württemberg lebt. Wenn Freunde oder Verwandte zu Besuch sind, wird aufgetischt. Schon bei der Mezze, einer orientalischen Vorspeisenplatte, kann die Gastgeberin ihr ganzes Können unter Beweis stellen: Auberginen und Joghurt, dazu Hummus - eine Mischung aus pürierten Kichererbsen und Sesamcreme - gebackener Ziegenkäse und Falafelbällchen. Längst haben sich orientalische Einflüsse in unsere Esskultur eingeschlichen, in den Städten hat sich eine Szene moderner türkischer Restaurants etabliert. Aber auch Lebensmittelgeschäfte, in denen sich (nicht nur) Türken, Iraner, Libanesen, Marokkaner oder Ägypter versorgen. Ein knappes Viertel der Stadtmenschen sind Migranten. Die orientalische Küche ist aber weit mehr als der Döner. Auch wenn viele Deutsche nur das türkische Fleischbrötchen kennen, mit dem hierzulande weit mehr Umsatz gemacht wird als mit der Hamburger-Industrie. Eine Essgeschichte über die kulinarischen Auswirkungen der muslimischen Einwanderer.
05.11.06 ZDF 18:30 - 19:00 Uhr
ZDF.reportage
Ein Döner für Schimanski
Schwierige Heimat Duisburg
Kaum eine Debatte wird in Deutschland engagierter und kontroverser geführt als die Diskussion über Integration. Im WM-Sommer freute sich das Land über türkische Fußballfans, die in schwarz-rot-gold jubelten, wenig später aber schockten moslemische Kofferbomber. In den Großstädten klagen Schulleiter über miserable Deutschkenntnisse junger Türken, immer mehr junge Frauen tragen Kopftuch - ist die Integration gescheitert?
Die ZDF.reportage geht dieser Frage in Duisburg nach. Im Stadtteil Marxloh erlebt man, wie vielschichtig Antworten ausfallen können. Gut ein Drittel der Bevölkerung ist Ausländer. Viele hier mit deutschem Pass haben einen Migrationshintergrund. Türken stellen die stärkste Gruppe.
Wir erleben das Richtfest für Deutschlands größte Moschee, lassen uns von einer Lebensmittelhändlerin in ihrem benachbarten Eckladen erzählen, wie sehr sich ihr Viertel in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Mit den Schülern der örtlichen Gesamtschule gehen wir auf Heimatsuche, erleben die Zerrissenheit vieler junger Marxloher. Wir sind unterwegs mit einem türkischen Unternehmer, der heute Arbeitsplätze auch für Deutsche schafft. Er bezieht mit seiner Familie gerade ein typisch deutsches Traumhaus. Gleich neben seinem Büro boomen die Läden türkischer Hochzeitsausstatter. Marxloh hat sich zum Zentrum heiratswilliger Türken entwickelt. Hier gibt es alles für den wichtigsten Tag des Lebens - orientalische Modellkleider für die Braut, kostbare Ringe, teure Diamanten.
Die Reportage berichtet über Schwierigkeiten und Chancen des Zusammenlebens zwischen Deutschen und Türken - ein Film, der nichts beschönigt und gleichzeitig Mut macht.
Wiederhholung
14.11.06 3sat 18:00 - 18:30 Uhr ZDF.reportage Ein Döner für Schimanski
06.11.06 WDR 14:00 - 14:45 Uhr
Inseln
Prinzeninseln
Nahe der Bosporusmetropole Istanbul, zwischen Europa und Asien, liegt ein Archipel von neun Eilanden: die sogenannten 'Prinzeninseln'. Einst wurden missliebige byzantinische Prinzen aus ihrem prachtvollen Palast in Konstantinopel hierhin verbannt. Inzwischen gilt die Inselgruppe im Marmarameer als Oase.
06.11.06 3sat 20:15 - 21:00 Uhr
Der Tag, als ich meiner Hochzeit entkam
Die Flucht einer versprochenen Braut
Ein sonniger Tag im Jahr 2002: In der Nähe der Stadt Adana, im Süden der Türkei, steht die 18-jährige Esma kurz vor der Hochzeit mit einem älteren Mann, den sie nicht will. Esma wurde in Deutschland geboren und wuchs im Schwarzwald auf. Sie war zwölf, als ihre Mutter sie unter dem Vorwand einer Urlaubsreise in die Türkei brachte, um ihr den 'rechten Weg' zu weisen. Vier Jahre lang musste Esma eine Koranschule besuchen, in der sie Tag und Nacht eingesperrt war. Sie musste selbst nachts ihr Kopftuch tragen, jeden morgen um drei Uhr wurde sie zum ersten Gebet geweckt. Eine fremde Welt für ein Mädchen aus Deutschland. Nun ist Esmas ältere Schwester Hülya aus Deutschland angereist, um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen. Das hat sie zumindest ihren Tanten gesagt. In Wahrheit hat sie alles vorbereitet für eine dramatische Flucht.
Wiederholung
07.11.06 13:15-14:00 3sat Der Tag, als ich meiner Hochzeit entkam
06.11.06 ARD 21:00 - 21:45 Uhr
Die großen Schlachten
1529 - Die Türken vor Wien
Es ist das Jahr 1529. Eine gigantische türkische Streitmacht bedroht Wien: 150.000 Mann haben sich Anfang Mai unter der Führung von Suleimann dem Prächtigen in Konstantinopel auf den Weg gemacht. Am 21. September erreichen sie Wien, den 'goldenen Apfel' der Christenheit. Wenige Tage später ist die Stadt eingeschlossen: Suleimann fordert Wien zur Kapitulation auf - nur dann würden die Einwohner geschont. Um seiner Drohung größeren Nachdruck zu verleihen, plündern seine Truppen die umliegenden Ortschaften; die dortigen Einwohner werden versklavt oder zu Tode gefoltert. Wien ist auf sich allein gestellt - und die Übermacht ist erdrückend. Nur 20.000 kampferprobte Söldner halten sich in der Stadt auf. Auf ihnen ruht jetzt die ganze Hoffnung der Stadt. Eine dreiwöchige Belagerung beginnt. Die gefährlichste Waffe der Angreifer: Minen. Heimlich werden Tunnel gegraben, um die Stadtbefestigung zu unterminieren und mit Hilfe von Schwarzpulverladungen zum Einsturz zu bringen. Doch der Plan wird vereitelt. Am 12. September berät sich Suleimann mit seinen Anführern. Die Versorgungslage ist schlecht, die aufgrund von Regen völlig aufgeweichten Wege erschweren den Nachschub. Noch ein letzter Angriff soll gewagt werden, ehe der Winter einbricht. Am 14. Oktober ist es so weit. Diesmal gelingt es den Türken, eine große Bresche ins Kärtnertor zu schlagen - Wien scheint besiegt. Nur wenige Soldaten sind auf den Festungsmauern verblieben. Doch die Angreifer haben Pech, der Schutt des gesprengten Tores fällt nach außen und macht die Erstürmung unmöglich. Suleimanns Elitetruppe, die Janitscharen, brechen den Angriff eigenmächtig ab. Wien ist gerettet. In der Nacht zum 15. Oktober beginnt der Abzug des gigantischen Heeres. Tausende Türken verhungern noch auf dem Rückmarsch. Der Film erzählt die Geschichte einer Schlacht, die zum Mythos geworden ist. Seit der erfolgreichen Verteidigung Wiens im Jahre 1529 galt die Stadt als Europas Bollwerk gegen die türkisch-islamische Gefahr. Die Erfahrungen der Verteidiger Wiens prägten das europäische Türkenbild für mehrere Jahrhunderte.
11.11.06 WDR 10:15 - 10:45 Uhr
Steinbuttkrieg im Schwarzen Meer
Unbeachtet von der Öffentlichkeit findet im Schwarzen Meer eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Türkei um Fischgründe statt. Die Folge sind Beschlagnahmungen, versenkte Schiffe, Tote. Für die türkischen Fischer, die immer wieder in ihren traditionellen Fanggründen vor der ukrainische Küste auf Jagd nach den Steinbutt gehen, eine scheinbar unlösbare Situation.
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12.11.06 ARD 16:00 - 16:30 Uhr
Istanbul
Ein modernes Märchen
Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien in mehrfacher Hinsicht. Istanbul, Konstantinopel, Byzanz: die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt, die reiche Geschichte, das stete Nebeneinander von Tradition und Zukunft, von Märchenland und Moderne - das bietet nur die Metropole am Bosporus.
Aber das 'Märchen' hat auch 'moderne' Kehrseiten. In zweieinhalb Jahrtausenden ist die Stadt nicht so stark gewachsen, wie in den letzten 50 Jahren. Geschätzte 15 Millionen Menschen leben heute in diesem Molloch. Neben Verkehr und der wild wuchernden Bebauung ist Müll ein ernstes Problem. Außerdem die Wasserversorgung; an jeder Ecke wird Trinkwasser in Plastikflaschen verkauft, Leitungswasser ist ungenießbar.
Noch immer ist die Altstadt mit ihren Basaren, Bädern und Moscheen, mit ihren überfüllten Gassen und osmanischen Häusern der 'malerischste' Stadtteil. Zwischen dem Fähranleger an der Galata-Brücke und der Süleymaniye Moschee liegt eine ganz eigene, exotische Welt. Viel ruhiger, beinahe dörflich erscheint das Leben auf der asiatischen Seite im Stadtteil Beylerbeyi. Kosmopolitisch dagegen Beyoglu, das Viertel der Juden, Armenier, Engländer und Franzosen. Hier, zwischen Tünel und Taksim, findet man Kaffeehäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert, Kneipen, ausländische Buchhandlungen und Botschaftsgebäude.
Der Film folgt dem Ablauf eines Tages. Angefangen beim täglichen Verkehrsinfarkt am frühen Morgen bis zum abendlichen Ausklang in einem Restaurant am Bosporus oder dem traditionellen Gebet in der Moschee.
13.11.06 SWR 14:00 - 15:00 Uhr
Planet Wissen
Türkei - Zwischen Istanbul und Anatolien
Die Sendung macht heute eine Entdeckungsreise in ein Land voller Widersprüche zwischen Orient und Okzident. Die Türkei ist ein Land mit uralten Kulturen und manch altertümlich anmutenden Vorstellungen. Die Türkei ist aber ebenso ein junges Land. Das durchschnittliche Alter der Bevölkerung liegt bei nur 27 Jahren und Istanbul zählt zu den spannendsten und pulsierendsten Metropolen unserer Zeit. In nächster Zukunft könnte das Land wie kein anderes zum Mittler zwischen Ost und West werden. Zu Gast ist heute u. a. Prof. Dr. Udo Steinbach vom Deutschen Orient-Institut.
Wiederholungen
13.11.06 15:00 - 16:00 Uhr WDR Planet Wissen
14.11.06 07:30 - 08:30 Uhr WDR Planet Wissen
14.11.06 14:00 - 15:00 Uhr RBB Planet Wissen
14.11.06 Phoenix 20:15 - 21:00 Uhr
Schauen, was geht
Jungsein auf türkisch
Der Münchener Osten - in soziales Krisengebiet: Arbeitslosigkeit, Aussichtslosigkeit und Alkoholismus. Viele der Jugendlichen hier sprechen weder türkisch noch deutsch, sondern bestenfalls etwas dazwischen. Ihre Identität ist 'Weder-noch': In der Türkei sind sie 'die Deutschländer', hier 'die Türken' - mit eigenständiger Subkultur. Eine Clique, die zusammenhält und ansonsten 'schaut, was geht'. Mehtap, eine der wenigen jungen Frauen, die sich vor die Kamera wagen, ist eine Ausnahme. Sie wird es trotz widriger Umstände schaffen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wie viele junge türkischstämmige Frauen, die sich ihren Weg bahnen - bis sie heiraten oder verheiratet werden.
Die beiden Filmdarsteller Deniz und Muammer scheitern trotz des Angebots des Staatssekretärs. Deniz erwartet entweder eine Lehrstelle als Bürokaufmann, weil man da seiner Meinung nach nichts tun muss, oder als Fitnesstrainer, weil das zu seinem Privatleben passt. Muammer will eigentlich gar keine Ausbildungsstelle. Er jobbt als ungelernter Arbeiter und darüber hinaus 'schaut er, was geht'. Ein Jahr später hat er keine Träume mehr: Arbeiten und Feiern, mehr will er nicht.
Jungsein auf türkisch: Der Film lässt die Zuschauer miterleben und fühlen, was in dieser verschlossenen Jugendwelt gleich nebenan passiert. Es ist auch ein Film über das Scheitern der alten Konzepte, mit denen Politik und Institutionen diesen 'schwierigen' Jugendlichen begegnen wollte.
Wiederholungen
14.11.06 07:30 - 08:15 Uhr Phoenix Schauen, was geht
15.11.06 14:00 - 14:45 Uhr Phoenix Schauen, was geht
15.11.06 SWR 13:30 - 14:00 Uhr
Weltreisen
Das Marmor-Meer
Die Schiffspassage von Istanbul durch das Marmarameer und die Dardanellen in die Ägäis ist eine der ältesten und bedeutendsten Verkehrswege der Welt. Sie führt vorbei an 'Marmor'-Inseln, an Weinbergen und alten griechischen Siedlungen, an Burgen und antiken Städten wie Troja, die einst die Route vom Schwarzen Meer zur Ägäis kontrollierten. In Stürmen und zahllosen Kriegen versanken hier Hunderte von Schiffen. Nach und nach wird die teure Fracht der alten Segler von Archäologen geborgen. Dieter Sauter unternahm für seinen Film auch eine Reise zu den Schätzen auf dem Meeresgrund des kleinsten Binnenmeeres Europas.
16.11.06 MDR 22:35 - 23:05 Uhr
Zur Ehe gezwungen
Frauen flüchten vor ihren Familien
'Die war selber Schuld', so kommentierten junge Türken in Berlin den Mord an ihrer Landsmännin. Die 23-Jährige starb, weil sie die Familienehre verletzt hatte. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 5.000 Frauen im Namen der Ehre umgebracht. Auch in Deutschland passieren Ehrenmorde. Allein in Berlin wurden fünf Frauen innerhalb weniger Monate von Mitgliedern der eigenen Familie getötet. Der Film 'Zur Ehe gezwungen' stellt Frauen vor, die sich den Ehrvorstellungen ihrer Familie widersetzt haben, die vor einer Zwangsverheiratung oder aus einer Zwangsehe geflohen sind und beschreibt, welchen Preis sie für diesen Schritt zahlen müssen.
Die 17-jährige Sultana zum Beispiel. Als ihre Eltern erfuhren, dass sie einen Freund hatte, sperrten sie sie ein und bereiteten ihre Rückführung nach Pakistan vor. Sultana sollte mit einem Witwer verheiratet werden. Sie floh und verlor damit die Geborgenheit ihrer Familie und jeden Rückhalt im Heimatland. Mädchen wie sie, sind eine Herausforderung für deutsche Jugendämter. Die 21-jährige Naila hat entgegen den Gesetzen ihrer Familie den Mann ihrer Wahl geheiratet. Der Preis: Das Paar musste untertauchen und lebt nun in ständiger Angst, gewaltsam getrennt zu werden. Sie sind eins von rund 40 Paaren, denen eine deutsche Polizeistelle geholfen hat, der Bedrohung durch ihre Familien zu entfliehen und eine neue Identität anzunehmen. Noch sind nicht alle Polizeistellen in dieser Weise tätig. Auch hier wird die Gefahr oft unterschätzt. Die 40-jährige Fatma hat ihre eigene Zwangsverlobung, die Flucht aus der Familie und den Bruch mit ihrer Familie in einem Buch verarbeitet. Sie will die deutsche Öffentlichkeit aufklären und jungen Männern und Frauen Mut machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir begleiten sie bei einer Reise in ihre Heimat und dem Versuch, mit ihren Eltern darüber zu sprechen.
Die Autorinnen haben außerdem in der Türkei gedreht, in einem Frauenhaus, das Frauen aufnimmt, die also so genannte 'Importbräute' nach Deutschland verheiratet wurden und es dort nicht aushielten. Sie erlebten eine 'Hochzeit ohne Liebe' und welche Rolle wirtschaftliche Not bei Zwangsehen spielt. Der Film beschreibt, welche zerstörerischen Folgen eine Zwangsheirat haben kann: Für die, die sich fügen und in unglücklichen Ehen leiden; für die, die flüchten und alle Bindungen kappen müssen und für die Eltern, die mit alten Moralvorstellungen nicht brechen können und ihre Kinder und das Ansehen in der Gemeinschaft verlieren.
Wiederholung
20.11.06 05:20-05:50 Uhr MDR Zur Ehe gezwungen
18.11.06 VOX 17:30 - 18:00 Uhr
VOXTOURS
Türkei: Istanbul
Egal, was man über die Boomtown am Bosporus sagt - alles ist so wahr wie das Gegenteil: Die Stadt ist türkisch und international, urban und provinziell, orientalisch und westlich, modebewusst und verschleiert.
Die Kulturstadt Istanbul hat sich zur Szenestadt entwickelt, in der man einen Drei-Tage-Trip genauso wie das ganze Leben verbringen kann. Doch wie ist das, wenn man sich an Stelle eines 'Quickies' auf eine dauerhafte Liaison oder auf die Spannung zwischen Orient und Okzident einlässt - und ein deutscher 'Gastarbeiter' in der Türkei wird? VOXTOURS hat ein paar Deutsche getroffen, die das Abenteuer Istanbul wagen.
Während Alexander als Austauschstudent seine ersten Erfahrungen mit der 16-Millionenstadt macht und sich die Megametropole mühselig erobern muss, ist Alexandra schon auf dem besten Weg zu einer Insiderin. Als Dozentin an der Bosporus-Universität und Journalistin ist sie seit Jahren mitten im Geschehen und kann eine echte Gebrauchsanweisung für die Stadt und ihre Menschen liefern.
Ganz anders ist der Istanbul-Alltag von Christina. Sie ist Sales Managerin im Ciragan Palace Kempinski Hotel. Der ehemalige Sultanspalast mit eigenem Helikopter-Shuttle-Service und High-Class-Gastronomie zählt George Bush, Angela Merkel, Prinz Charles, Albert von Monaco, Claudia Schiffer und Luciano Pavarotti zu seinen Gästen. Hier verbindet sich der Flair von 1001 Nacht mit dem Anspruch an hochkarätiges Business und vollständige Diskretion - für die 43-jährige Christina eine tägliche Herausforderung.
Drei verschiedene Menschen, drei verschiedene Perspektiven, dreimal Istanbul!
Wiederholung
20.11.06 05:35-06:05 Uhr VOX VOXTOURS
23.11.06 04:00-04:30 Uhr VOX VOXTOURS
19.11.06 WDR 20:15 - 21:45 Uhr
Wunderschöne Südtürkei
Die türkische Küste gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Vor allem die günstigen all-inclusive-Angebote zwischen Antalya und Alanya locken die Touristen. Dabei gibt es in der Südtürkei viel mehr zu entdecken, als Strände und - mehr oder weniger - preisgünstige Hotels. Moderatorin Tamina Kallert besucht historische Tempel und jahrhunderte alte Städte, wandert über antike Pfade und fährt in ursprüngliche Bergdörfer. Sie geht mit dem Schiff auf eine 'Blaue Reise' entlang der Küste und zeigt, wie faszinierend eine Ballonfahrt über die bizarre Felsenlandschaft Kappadokiens, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, ist. Und sie trifft die Menschen, die hier leben: Bauern, die am Straßenrand ihr Gemüse verkaufen, ebenso wie ein deutsch-türkisches Paar, das ganz private Einblicke in sein Leben gibt.
Tamina Kallerts Reisebegleiterin ist Senay Duzcu, die erste und bislang einzige türkische Stand-Up-Comedy-Künstlerin in Deutschland. Sie zeigt der Moderatorin interessante Orte und erklärt ihr die Lebensweise ihrer Landsleute. In einem bei Einmischen sehr beliebten Bergforellen-Restaurant 'übersetzt' sie die 'Essregeln': Wie bestellt man? Wer bezahlt? Was kommt zuerst? Wie sieht es aus mit Alkohol? Und sie unterstützt Tamina Kallert im Basar von Antalya, wo türkische Händler die goldenen Einkaufsregeln verraten: Wie feilscht man richtig? Was muss man beim Teppich-Kauf beachten? Und warum wird das Geld des Kunden beim ersten Geschäft des Tages auf den Boden geworfen?
Die 'Blaue Reise' führt die Moderatorin am Golf von Kekova vorbei bis ins Schmetterlingstal bei Fethiye. Mit einem Archäologie-Experten erforscht Tamina Kallert die antike Vergangenheit des Landes und besucht dabei auch Phaselis. Der antike Ort liegt am 'Lykischen Weg', der zu den zehn schönsten Weitwanderwegen der Welt zählt. Die Strecke ist gut 500 Kilometer lang und verläuft im Schatten des Taurusgebirges an der Küste entlang von Fethiye bis nach Antalya. Der Weg führt auch vorbei an den Ruinen von Olympos, wo Tamina Kallert und Senay Duczu ein jahrtausende altes Naturwunder besichtigen: Die mythischen 'Yarnatas', die brennenden Steine. Hier entweicht aus einer Felsspalte ständig Gas, das sich im Freien entzündet und brennt.
In den Touristenhochburgen rund um Antalya stellt Tamina Kallert Hotels vor: vom Luxushotel bis zur Acht-Euro-Herberge und einer abenteuerlichen Baumhaus-Siedlung. Außerdem zeigt sie, wie sportbegeisterte Urlauber ihre Ferien verbringen können: beim Rafting, Paragliding oder Tauchen.
In Antalya trifft sich Tamina Kallert mit Tanja Möller. Die Deutsche ist eine Türkeispezialistin der sehr persönlichen Art. Denn die junge Frau ist mit dem Türken Sedat Benzeroglu verheiratet und lebt seit zwölf Jahren in seiner Heimat. Sie hat das Land lieben gelernt und erzählt unter anderem, in welche Fettnäpfchen Deutsche hier aus Versehen treten können. Ein Türkei-Knigge aus persönlichen Erfahrungen.
Außerdem spricht Tamina Kallert mit Tourismus-Experten über die Auswirkungen der jüngsten Anschläge, die Sicherheit für die Reisenden, die Folgen des Massentourismus und über russische Urlauber, die ebenfalls die Südtürkei als attraktives und preisgünstiges Reiseziel entdeckt haben.
Wiederholung
20.11.06 03:15 - 03:45 Uhr WDR Wunderschöne Südtürkei
19.11.06 3sat 21:15 - 22:45 Uhr
Aus der Ferne
'Aus der Ferne' ist ein Dokumentarfilm, der eine Reise durch die Türkei beschreibt - ein Land, das im Mittelpunkt der europapolitischen Debatte steht. Viele gesellschaftlichen Bereiche, von der Kultur bis zur Politik, sind seit einiger Zeit in einem umfassenden Wandel begriffen. So sieht es der als Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters in Braunschweig geborene Thomas Arslan. Der inzwischen namhafte Spielfilmregisseur hat einige Jahre seiner Kindheit in Ankara verbracht. Bis zu seiner Recherchereise für diesen Film im Januar 2004 war er jedoch über 20 Jahre nicht mehr dort gewesen. Thomas Arslan, der selbst auch die Kamera führte, unternahm diese Reise mit dem besonderen Blick eines Fremden, der mit der Türkei familiengeschichtlich verbunden ist: eine Reise von West nach Ost, von Istanbul und Ankara in den Südosten des Landes nach Gaziantep, von dort weiter nach Osten über Diyarbakir und Van bis nach Dogubayazit nahe der iranischen Grenze und dem Berg Ararat. Sowohl in den großen Städten als auch in den entlegenen Regionen beobachtete er Menschen und ihr Zusammenleben und dokumentierte die gesellschaftlichen Veränderungen, die überall sichtbar werden.
'Aus der Ferne' ist keine journalistische Reportage. Der Film will nichts beweisen oder für oder gegen etwas argumentieren, sondern genau hinsehen. Es ist die persönliche Perspektive des Filmemachers auf dieses Land. Arslan verzichtet dabei ganz bewusst auf einen Kommentar, der über eine Vermittlung der wichtigsten Fakten hinaus geht. Statt dessen lässt er die Bilder für sich sprechen und gibt jeder einzelnen Einstellung Zeit, sich im Betrachten des Zuschauers zu entwickeln: 'Okzident, Orient, Abendland, Morgenland - ich kann damit nichts Reales verbinden. Der Ausgangspunkt für diesen Film ist einfach, dass man überhaupt mal ein Bild kriegt, das nicht sofort einer Theorie zuzuschlagen oder die bloße Illustration von etwas Vorgewusstem ist. Ich wollte meinen Blick öffnen für einfache, konkrete Dinge, das tägliche Leben in diesem Land.'
20.11.06 WDR 23:15 - 00:00 Uhr
WDR-dok
Fremdländer - Deutschländer
Als die Türken kamen
Ein blondes Mädchen würde in Deutschland am Bahnhof stehen und lächelnd jeden frisch angekommenen türkischen Gastarbeiter willkommen heißen - wie ein Lauffeuer verbreitete sich dieses verlockende Gerücht unter den jungen Männern, die 1961 vor dem türkischen Arbeitsamt in Istanbul Schlange standen. Werbebroschüren verhießen ihnen das Paradies im fernen Deutschland. Denn dort suchte man dringend Arbeitskräfte.
In Deutschland angekommen, folgte für viele die Enttäuschung auf dem Fuß: Ein Kaufmann, der gern als Gutsverwalter arbeiten wollte, landete im Schweinestall, der Ingenieur Metin Türköz am Fließband und das Zuhause des Börekbäckers Alibaba war zehn Jahre lang eine Baubaracke, die er mit fünf anderen Männern teilen musste.
Für Metin Türköz, den frustrierten Ingenieur, wurde sein Zorn zur Goldgrube: Er kleidete ihn in Lieder und machte damit Karriere als Sänger. Vielen sprach er aus der Seele, die fremd blieben in einem Land, dessen Sitten ihnen zu freizügig, dessen Bewohner ihnen oft abweisend und dessen blonde Mädchen ihnen unerreichbar erschienen.
In der Dokumentation von Monika Siegfried-Hagenow erinnern sich Männer und Frauen der ersten Gastarbeitergeneration an ihre Ankunft in Deutschland, an kuriose Missverständnisse und große Hoffnungen und an ein Leben voller Widersprüche zwischen zwei Ländern, zwei Kulturen.
Für Alibaba, Metin und die anderen war damals klar: Nach ein paar Jahren wollten sie wieder heimkehren. Aber dann sind sie über 40 Jahre lang in Deutschland geblieben.
21.11.06 WDR 16:15 - 18:00 Uhr
daheim & unterwegs
u.a.
Essen&Trinken: 'kisir', 'sigara börek' und 'cacik', dazu ein Gläschen Tee aus dem Samowar - so empfängt man in der Türkei Gäste
Die türkische Köchin Nihal Baltaci zeigt, wie die orientalischen und zugleich vegetarischen Köstlichkeiten zubereitet werden.
21.11.06 arte 19:00 - 19:45 Uhr
Hamam
In den Badehäusern von Istanbul
Die Sonne hat hier keinen direkten Zutritt. Ihre Strahlen werden durch zahlreiche runde und sternenförmige Öffnungen in der Kuppel gebrochen. Auf einem großen Marmorstein liegen Frauen, sie schöpfen aus kleinen Wasserbecken kaltes und heißes Wasser, mischen es und schütten es sich über Kopf und Körper. Dabei lachen und reden sie unaufhörlich, schreien quer durch den Raum und bekommen als Antwort ein schallendes Lachen.
Für Frauen ist das Hamam Badestube, Kosmetikstudio, Friseursalon, Massagepraxis, Gruppentherapie und Partnerschaftsberatung in einem. In der Männer-Abteilung, die streng von der der Frauen getrennt ist, geht es ruhiger zu. Die Männer wollen nur entspannen. Ohne viel zu reden, wollen sie den Stress des Alltags, die Verkrampfungen oder das Rheuma loswerden. Bademeister helfen ihnen dabei mit zupackenden Massagen und Seifenbehandlungen. Das Hamam ist für die Männer der 'stumme Arzt', wie das Bad auch genannt wird.
Seitdem in Istanbul immer mehr Leute ein eigenes Bad zuhause haben, ist die Hamam-Kultur gefährdet. Die Zahl der öffentlichen Badeanstalten in der Türkei und in den arabischen Ländern ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Nur wenige alte Hamams können sich halten, weil Touristen kommen.
Die Dokumentation erzählt vom Alltag in drei ganz unterschiedlichen türkischen Badehäusern Istanbuls. Dabei wird klar, dass ein traditionelles türkisches Bad nichts gemein hat mit den heute weit verbreiteten Hamams in internationalen Hotels und Fitnessanlagen.
Wiederholung
28.11.06 17:20 - 18:05 Uhr arte Hamam
22.11.06 arte 19:00 - 19:45 Uhr
Im alten Herzen der Türkei
Zur Zeit der alten Griechen war der Vulkan Anthäos, der heute Ercias Dagh heißt, das Zentrum der Naturschönheiten Kappadokiens. Zwar ist der Vulkan seit langem erloschen, aber die riesigen Mengen vulkanischer Asche und Trümmer, die er hinterlassen hat, haben sich zu einem bemerkenswerten Gestein verfestigt. Die geothermische Energie des Magmaherds in der Tiefe beheizt unter anderem die heißen Quellen von Pamukkale. Pamukkale, zu Deutsch Baumwollschloss oder Watteschloss, wird eine Landschaft genannt, die den alten Griechen heilig war. Vulkanisch erhitztes Wasser, das reich an Kohlendioxid ist, strömt aus einer tiefen Spalte. Der Steilhang, über den die Quellhochebene in die fruchtbaren Niederungen des Mäanderflusses übergeht, ist vom Kalk, den das warme Wasser hinterlässt, wie die Wände einer Tropfsteinhöhle geschmückt. Im flachen Becken staut sich das Wasser und bildet eine natürliche Wassertreppe. An die griechische Zeit erinnern Ruinen und Grabmäler, die vom Kalk überkrustet werden.
Göreme liegt weiter im Osten. 'Tal der tausend Türme' wird diese Landschaft genannt. Der beherrschende Berg in der Ferne ist und bleibt der Ercias Dagh. Der Tuff hat sich zu standfestem Gestein verhärtet. In den Tuff hinein haben die Bewohner seit alter Zeit Wohnhöhlen gebaut. Das Tuffhochland wird von Reihen heraus gewitterter Tufftürme gesäumt. Nicht wenige wurden in früherer Zeit von Eremiten bewohnt, in einigen nisten noch heute die Tauben der Bauern. Auch Kirchenräume aus christlicher Zeit umhüllt der Tuff. In den Zeiten, als räuberische Völker wie die Assyrer das Land heimsuchten, um die Bewohner in die Sklaverei zu verkaufen, verschanzten sich die Menschen dieses Landstrichs bis zu sieben Stockwerke tief im vulkanischen Tuff. Unterirdische Städte entstanden, Fluchtburgen, vor deren Eroberung auch die entschlossen Krieger zurückschreckten. Es gab Gemeinschafträume und kleinere Zimmer, Keller und Vorratsbehälter. Selbst Weinpressen und Viehställe und sogar Friedhöfe existierten im Untergrund. Die Hüllen jener Zeit sind erhalten. Die Gänge und Räume im Tuff, die tiefen Brunnen, die der Wasserversorgung und der Belüftung dienten, gibt es bis heute. Eine geheimnisvolle Welt, die in Sagen und Märchen einen Widerhall findet.
Wiederholung
29.11.06 17:20 - 18:05 Uhr arte Im alten Herzen der Türkei
23.11.06 RTL2 23:10 - 00:10 Uhr
EXKLUSIV - DIE REPORTAGE
Halbmond auf der Hochzeitstorte - Wenn Deutsche und Türken heiraten
Einladungen, Brautkleidanprobe, Geschenkliste, Friseurtermin, Sitzordnung: All das muss ein Brautpaar organisieren, bevor es sich feierlich das Ja-Wort geben kann. Oft wird dieser Vorbereitungsstress zur ersten Bewährungsprobe für die zukünftigen Eheleute. Darin unterscheiden sich deutsche von türkischen Hochzeitsfeiern in keiner Weise.
Auch die Vorfeiern zur Hochzeit sind sowohl bei Türken als auch bei Deutschen bekannt. Was für die einen der Henna-Abend, an dem die Braut an Füßen und Händen mit kunstvollen Hennaornamenten verziert wird, ist für die anderen der Polterabend. Mit tonnenweise zerschlagenem Geschirr sollen der Braut und dem Bräutigam Glück gewünscht und böse Geister vertrieben werden.
Doch wo hat man schon eine Hochzeitsfeier in Deutschland gesehen, bei der das Brautpaar wie ein Königspaar auf einem Podest sitzend über seinen Gästen thront? Oder bei der sich bis zu 500 Gäste um die beiden Protagonisten drängeln und sie mit Geldscheinen und goldenen Ketten und Armbändern schmücken? Ähnlich prunkvoll geht es auf den meisten türkischen Hochzeiten zu, auch hier in Deutschland. Eine deutsche Hochzeit scheint dagegen verhältnismäßig bescheiden zu sein.
'EXKLUSIV - DIE REPORTAGE' hat ein deutsches und ein türkisches Brautpaar auf dem Weg in den Hafen der Ehe begleitet. Durch einen Blick hinter die Kulissen wird gezeigt, wie die vorehelichen Strapazen einmal auf deutsche und einmal auf türkische Art gemeistert werden.
25.11.06 WDR 10:00 - 11:00 Uhr
Europa, die Türkei und der Islam
Es liegen keine weiteren Beschreibungen zur Sendung vor.
26.11.06 Phoenix 18:45 - 19:15 Uhr
Das Kreuz unterm Halbmond
Christen in der Türkei
Bischof Wolfgang Huber gehen diese Reformen nicht weit genug. Der EKD-Ratsvorsitzende kritisiert scharf die Ungleichbehandlung von Christen, die mangelnde Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Weigerung der türkischen Regierung, sich mit dem Völkermord an den Armeniern vor 90 Jahren auseinander zu setzen. In dieser Situation sei die Türkei 'kein Baustein für Europa'. Mit dieser Kritik stößt der evangelische Bischof nicht nur die in Deutschland lebenden Muslime vor den Kopf, sondern auch seine christlichen Glaubensbrüder in der Türkei.
Wie steht es um die Integration muslimischer Mitbürger in Deutschland? Wie gehen wir um mit den archaischen Begriffen von Ehre und Schande? Wenn muslimische Schüler einer Berliner Schule meinen, der 'Ehrenmord' an Hatun Sürücü sei rechtens, weil sie leben wollte 'wie eine Deutsche' - dann gibt es mehr als Diskussionsbedarf.
27.11.06 Kabel1 00:05 - 02:15 Uhr
FILME DER FILMEMACHER
12 Uhr Nachts
(1977)
Als der amerikanische Tourist Billy Hayes zusammen mit seiner Freundin Susan Urlaub in der Türkei macht, wird er von Zollbeamten dabei erwischt, wie er eine große Menge Haschisch aus dem Lande schmuggeln will. Dafür verhängen türkische Gerichte im Normalfall vier Jahre als Höchststrafe, doch diesmal soll an Billy ein Exempel statuiert werden: Er erhält 30 Jahre Gefängnis. Und nun beginnt für Billy ein höllischer Albtraum, aus dem es nur ein Entrinnen gibt: die Flucht!
27.11.06 3sat 20:15 - 21:50 Uhr
Meine verrückte türkische Hochzeit
Man sieht sich, verliebt sich und alles könnte so einfach sein. Doch Götz, ein liebenswerter Chaot und Besitzer eines Kreuzberger Plattenladens, hat sein Herz an die bildhübsche Türkin Aylin verloren. Um sie zu erobern, muss er zunächst ihre Großfamilie für sich gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen, denn die ist alles andere als begeistert von einem deutschen Mann für Aylin. Vor allem Papa Süleyman wehrt sich mit Händen und Füßen gegen diese Verbindung - er hat für seine Tochter längst den charismatischen türkischen Arzt Tarkan vorgesehen. Götz bleibt nur die Flucht nach vorn, um zu beweisen, dass es ihm ernst ist. Er bittet um die Hand von Aylin und will zum Entsetzen seiner Mutter Helena zum Islam konvertieren. Götz gibt alles, zieht den Ramadan durch und lässt sich für seine große Liebe beschneiden. Doch das Schicksal ist launisch und es kommt zum Supergau, der Aylin direkt in Tarkans Arme treibt.
29.11.06 3sat 22:25 - 23:55 Uhr
Wut
Als feinsinniger Teenager mit bildungsbürgerlichem Hintergrund ist Felix Laub für den jungen Berliner Türken Can und seine Gang ein willkommenes Opfer. Hilflos und ängstlich erträgt der Schüler Cans Schikanen, bis sein Vater Simon bemerkt, was Felix durchmacht. Angetrieben auch durch seine Frau Christa, stellt sich der angehende Universitätsprofessor schützend vor seinen Sohn - um festzustellen, dass die Sache so einfach nicht aus der Welt zu schaffen ist. Im ersten direkten Gespräch mit Can zeigt sich dieser von den klaren Worten des schöngeistigen Akademikers wenig beeindruckt. Simons nachfolgende Unterredung mit Cans strengem, gläubigem Vater bringt allenfalls einen Teilerfolg. Cans Wut konzentriert sich nun auf Felix' Vater. Can versucht, den Akademiker privat und beruflich zu ruinieren. Schließlich schaltet Simon die Polizei ein. Dem jungen Türken droht nun ein Prozess. Gleichzeitig wird er von seinem Vater wegen seines unehrenvollen Verhaltens verstoßen. Derart in die Enge getrieben, wird Cans Hass auf Simon und seine saturierte Welt nur noch größer. Auch in Simon hat sich ein gefährliches Gemisch aus Wut, Demütigung und Ohnmacht angestaut: Die Situation eskaliert.
TV-Tipps November
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Yadira
TV-Tipps November
Zuletzt geändert von Yadira am 27.12.2006, 19:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Yadira
05.11.06 ZDF 18:00 - 18:30 Uhr
ML Mona Lisa
Offiziell Selbstmord - Vertuschte Ehrenmorde in der Türkei
Letzte Rettung - Kriegskinder im Friedensdorf
Nur vom Feinsten - Schätze aus zweiter Hand
19.11.06 3sat 13:30 - 14:45 Uhr
Literaturclub
Mit dem Gast Güzin Kar (Regisseurin und Drehbuchautorin)
Güzin Kar wurde in der Türkei geboren und kam als Fünfjährige in die Schweiz. Sie absolvierte die Ludwigsburger Filmakademie und schrieb unter anderem das Drehbuch zum deutschen Kinoerfolg 'Die wilden Hühner'. Ihre Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Im September erschien ihr Episodenroman 'Ich dich auch'. Güzin Kar ist zu Gast bei Iris Radisch und bespricht mit ihr und den Autorinnen Gabriele von Arnim und Corina Caduff unter anderen 'Im April' von Christina Viragh, 'Das Jahr magischen Denkens' von Joan Didion und 'Feuer und Asche' von Anne Fine.
Wiederholung
23.11.06 3sat 04:50 - 06:05 Uhr Literaturclub
20.11.06 arte 19:00 - 19:45 Uhr
Der Basar von Urfa
Orient zwischen Gestern und Morgen
Urfa im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze, ist eine Stadt, in der die Widersprüche zwischen der Modernisierung samt ihren negativen Begleiterscheinungen und dem Festhalten an traditionellen Werten wie unter einem Vergrößerungsglas sichtbar werden. Nirgends lässt sich islamische Alltagswelt noch so intensiv und authentisch beobachten wie im Basar von Urfa, von dem es heißt, er sei 'der Schönste aller Basare'.
Die Handwerksberufe, die dem Basar sein bis heute unverwechselbares Gepräge geben, sind einem Wandel ausgesetzt, der durch Industrialisierung und Globalisierung bedingt ist. Im Basar herrschen patriarchalische Verhältnisse, die aber deutliche Auflösungstendenzen zeigen. Klarer erkennbar wird der gesellschaftliche Umbruch in den verschwindenden Handwerksberufen und im allgemeinen Pessimismus, der auf dem Basar unüberhörbar ist. Dennoch ist der Basar noch ein überaus lebendiger und attraktiver Ort: Stätte der Produktion, des Handels und der Kommunikation in einem. Die Menschen haben sich ihre Würde bewahrt und versuchen mit aller Kraft, an ihren Traditionen und Werten festzuhalten.
Die Dokumentation zeigt nicht nur die Alltagsszenen des Basars, sondern auch die unmittelbar daran anschließende Dergah, ein städtisches Refugium, das der Entspannung dient und mit seinen islamischen Heiligtümern ein viel besuchtes Ziel von Pilgern aus dem gesamten Orient ist. Urfa gilt mit diesen heiligen Stätten als fünftgrößtes Heiligtum der islamischen Welt.
Wiederholung
27.11.06 arte 17:20 - 18:05 Uhr Der Basar von Urfa
ML Mona Lisa
Offiziell Selbstmord - Vertuschte Ehrenmorde in der Türkei
Letzte Rettung - Kriegskinder im Friedensdorf
Nur vom Feinsten - Schätze aus zweiter Hand
19.11.06 3sat 13:30 - 14:45 Uhr
Literaturclub
Mit dem Gast Güzin Kar (Regisseurin und Drehbuchautorin)
Güzin Kar wurde in der Türkei geboren und kam als Fünfjährige in die Schweiz. Sie absolvierte die Ludwigsburger Filmakademie und schrieb unter anderem das Drehbuch zum deutschen Kinoerfolg 'Die wilden Hühner'. Ihre Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Im September erschien ihr Episodenroman 'Ich dich auch'. Güzin Kar ist zu Gast bei Iris Radisch und bespricht mit ihr und den Autorinnen Gabriele von Arnim und Corina Caduff unter anderen 'Im April' von Christina Viragh, 'Das Jahr magischen Denkens' von Joan Didion und 'Feuer und Asche' von Anne Fine.
Wiederholung
23.11.06 3sat 04:50 - 06:05 Uhr Literaturclub
20.11.06 arte 19:00 - 19:45 Uhr
Der Basar von Urfa
Orient zwischen Gestern und Morgen
Urfa im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze, ist eine Stadt, in der die Widersprüche zwischen der Modernisierung samt ihren negativen Begleiterscheinungen und dem Festhalten an traditionellen Werten wie unter einem Vergrößerungsglas sichtbar werden. Nirgends lässt sich islamische Alltagswelt noch so intensiv und authentisch beobachten wie im Basar von Urfa, von dem es heißt, er sei 'der Schönste aller Basare'.
Die Handwerksberufe, die dem Basar sein bis heute unverwechselbares Gepräge geben, sind einem Wandel ausgesetzt, der durch Industrialisierung und Globalisierung bedingt ist. Im Basar herrschen patriarchalische Verhältnisse, die aber deutliche Auflösungstendenzen zeigen. Klarer erkennbar wird der gesellschaftliche Umbruch in den verschwindenden Handwerksberufen und im allgemeinen Pessimismus, der auf dem Basar unüberhörbar ist. Dennoch ist der Basar noch ein überaus lebendiger und attraktiver Ort: Stätte der Produktion, des Handels und der Kommunikation in einem. Die Menschen haben sich ihre Würde bewahrt und versuchen mit aller Kraft, an ihren Traditionen und Werten festzuhalten.
Die Dokumentation zeigt nicht nur die Alltagsszenen des Basars, sondern auch die unmittelbar daran anschließende Dergah, ein städtisches Refugium, das der Entspannung dient und mit seinen islamischen Heiligtümern ein viel besuchtes Ziel von Pilgern aus dem gesamten Orient ist. Urfa gilt mit diesen heiligen Stätten als fünftgrößtes Heiligtum der islamischen Welt.
Wiederholung
27.11.06 arte 17:20 - 18:05 Uhr Der Basar von Urfa